Eurobarometer 2016: Überwältigendes Bekenntnis der Bevölkerung zu Tierschutz

VIER PFOTEN: EU-Kommission in der Pflicht

Wien (OTS) - Die Ergebnisse des aktuellen Eurobarometer 2016 zum Thema Tierschutz sind laut VIER PFOTEN ein Meilenstein: 94 Prozent der EU-Bevölkerung bezeichnen das Wohlergehen von Nutztieren als „wichtig“. 82 Prozent sind der Ansicht, dass der Nutztierschutz in der EU-Gesetzgebung eindeutig verbessert werden muss. Außerdem sind 74 Prozent der Auffassung, dass Heimtiere mehr Schutz benötigen. Insgesamt sind 59 Prozent der europäischen Bürgerinnen und Bürger bereit, bis zu 5 Prozent mehr für Produkte zu bezahlen, bei deren Herstellung auf Tierschutz geachtet wurde.

„Die EU-Kommission, die ja diese Studie selbst in Auftrag gegeben hat, ist nun absolut in der Pflicht“, sagt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von VIER PFOTEN. „Eindeutiger kann ein Bekenntnis der Bevölkerung zum Tierschutz nicht sein. Die Tierschutz-Standards in der EU-Gesetzgebung müssen generell verbessert werden, sowohl bei Nutz- als auch bei Heimtieren.“

Österreicherinnen und Österreicher wollen mehr Informationen über tierische Produkte

Die Österreicherinnen und Österreich haben sich erfreulicherweise ebenfalls sehr deutlich für den Tierschutz ausgesprochen: 93 Prozent bezeichneten den Schutz von Nutztieren als „wichtig“. 33 Prozent gaben übrigens an, dass Nutztiere in Österreich besser geschützt werden müssen. Bei Heimtieren betragen die entsprechenden Zahlen 28 bzw. 43 Prozent. Eine glatte Mehrheit von 65 Prozent wünscht sich bei tierischen Produkten mehr Informationen darüber, wie Nutztiere gehalten wurden. 41 Prozent wünschen sich mehr Auswahl bei tierfreundlich hergestellten Produkten im Lebensmittelhandel.

VIER PFOTEN sieht bei einigen Themen einen besonderen Bedarf an rascher Verbesserung. So werden nach wie vor EU-weit jährlich 83 Millionen Schweinen ohne Schmerzausschaltung kastriert. Jedes Jahr werden mehr als 360 Millionen Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde lebend transportiert. Viele dieser Transporte erstrecken sich über lange Distanzen. So dürfen Schweine 24 Stunden ohne Pause transportiert werden. Eine Begrenzung der Höchsttransportzeiten und eine Überarbeitung der Transportverordnung sind dringend notwendig.

„Der Ball liegt nun bei der EU, den Willen der Bürgerinnen und Bürger auch ernst zu nehmen und umzusetzen“, so Indra Kley. „VIER PFOTEN hat in den letzten Jahren immer wieder konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht, und wir stehen weiterhin gerne, auch über unser Büro in Brüssel, beratend zu Verfügung.“

Der komplette Eurobarometer 2016 zu Tierschutz kann hier eingesehen werden:
http://www.eurogroupforanimals.org/wp-content/uploads/2016/02/Eurobar
ometer-2016-Animal-Welfare.pdf

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