Gudenus: Maulkorberlass für Direktorin ist ein Skandal

Versäumnisse in der Bildungspolitik werden nicht weniger, nur weil nicht darüber gesprochen werden darf

Wien (OTS) - Der Maulkorb-Erlass für eine Direktorin, die in einem Interview über den Bildungsnotstand bei Zuwanderer-Kindern informierte, ist ein Skandal, der an die dunkelsten Zeiten des tiefsten Real-Sozialismus erinnert“, zeigt sich der Wiener FPÖ-Vizebürgermeister Mag. Johann Gudenus empört über das Vorgehen des Wiener Stadtschulrates mit Rückendeckung aus dem Bildungsministerium. „Die Genossen sollten sich den ohnehin aus ihren Reihen stammenden Berthold Brecht verstärkt zu Gemüte führen, der einst zu Recht meinte ‚Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher‘“, so Gudenus. Direktorin Walcher, die seit über 40 Jahren im schulischen Bereich tätig ist, Ahnungslosigkeit vorzuwerfen nur weil sie den Mut hat, Fakten auf den Tisch zu legen und Probleme offen anzusprechen, empfindet Gudenus als erbärmlich.

Die roten, sogenannten Bildungsexperten in Land und Bund haben jahrzehntelang Probleme negiert und schön geredet. Tatsache ist, dass der Anteil von Migrantenkinder mit Pflichtschulabschluss, die nur fragmentarisch Deutsch lesen, schreiben und sprechen können, viel zu hoch ist und sie damit auch keine Chance haben, am Arbeitsmarkt reüssieren zu können. „Deutschlernklassen vor Eintritt in den Regelunterricht ist der einzig gangbare Weg, diesen Kindern langfristig die Möglichkeit zu bieten, eine gute Ausbildung und damit auch einen Job zu bekommen“, ist Gudenus überzeugt und hält an dieser freiheitlichen Forderung fest. „Lehrern und Direktoren, die die Auswirkungen durch die Versäumnisse der Politik offen ansprechen nun intern zu maßregeln und klein zu halten, entspricht nicht unseren Vorstellungen von Meinungsfreiheit. Statt sich in Einsicht zu üben, werden Betroffene zum Schweigen gebracht, das ist ein Skandal“, schließt der Vizebürgermeister. (Schluss)

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