Tag des Waldes: Österreicher lieben ihren Wald

Umfrage von SORA und Bundesforsten - Wald als Erholungsraum Nummer 1 - Zwei von drei Österreichern gehen am liebsten in den Wald – 75 % glauben, dass Wald an Bedeutung zunehmen wird

Wien/Purkersdorf (OTS) - Der von der Welternährungsorganisation FAO im Jahre 1971 ausgerufene Tag des Waldes am 21. März hat nichts an Aktualität verloren: Die Wälder sind in Österreich beliebter denn je zuvor, bestätigt eine vom SORA-Institut im Auftrag der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) jüngst durchgeführte Umfrage (n=1.016). Mehr als 90 % aller ÖsterreicherInnen halten sich regelmäßig in der Natur auf. Mehr als zwei Drittel (73 %) gehen dabei am liebsten in den Wald, davon 42 % sogar täglich oder mehrmals pro Woche. Der Wald ist in allen Altersstufen gleichermaßen beliebt, in der Altersgruppe der 30 bis 44-Jährigen und 45 bis 59-Jährigen halten sich 78 % regelmäßig im Wald auf, ähnlich mit 75 % bei der Altersgruppe 60+. Deutlich weniger oft sind jüngere Bevölkerungsgruppen in der Natur anzutreffen, mit 56 % ist es immerhin aber noch jeder Zweite zwischen 14 und 29 Jahren, der regelmäßig in den Wald geht. „Österreichs Wälder sind einzigartige Naturjuwele, die es nachhaltig zu schützen und zu nützen gilt“, freut sich Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste, über die hohe Wald-Affinität der ÖsterreicherInnen. „Wir bewirtschaften jeden zehnten Quadratmeter des Landes und 15 % der Wälder an 365 Tagen im Jahr - Nachhaltigkeit gilt dabei als oberstes Prinzip.“

Eine Nation der Waldspaziergänger

Die ÖsterreicherInnen haben es gerne gemütlich: 84 % geben „Spazieren und Wandern“ als Lieblingsbeschäftigung im Wald an. An zweiter Stelle rangiert die Kulinarik: 21 % gehen gerne Pilze und Beeren sammeln. Sportliche Aktivitäten wie Laufen und Joggen (17 %) oder Radfahren/Mountainbiken (6 %) liegen weit dahinter. Auch Naturbeobachtung/Fotografieren (13 %) ist beliebt. Besonders sportlich („Bewegung in der Natur“) zeigen sich die Bundesländer Niederösterreich (26 %), Tirol (24 %) und Oberösterreich (23 %), aber auch Wien (36 %), dessen Bevölkerung die umliegenden Wälder wie den Biosphärenpark Wienerwald und den Nationalpark Donau-Auen vor den Toren der Stadt, stark nützt. 69 % sehen den Wald als Quell der Erholung, wo man Ruhe und Kraft tanken oder die Stille genießen kann. Die Aufenthaltsdauer beträgt durchschnittlich bis zu einer Stunde (35 %), viele bleiben mit zwei oder drei Stunden auch länger im Wald (45 %).

Trend zur Natur ungebrochen, Nutzungsdruck steigt

„Immer mehr Menschen zieht es in die Natur und in den Wald. Das spüren wir deutlich“, stellt Freidhager fest. „In den letzten Jahren ist der Nutzungsdruck im Naturraum für Tiere, Pflanzen und Menschen stark gestiegen. Wanderer, Mountainbiker, Spaziergänger oder Jogger:
Der Wald ist für alle da – jeder soll den Wald nach seinen Interessen und Bedürfnissen nützen können. Das funktioniert jedoch nur, wenn wir uns alle an Spielregeln halten.“ Dies spiegelt nicht zuletzt auch die aktuelle Umfrage wider: 91 % aller Befragten wünschen sich verbindliche Spielregeln im Wald, um Konflikte zwischen den einzelnen Nutzergruppen zu vermeiden.

Österreicher klopfen auf heimisches Holz

Ein ähnlich ausgeprägtes Naheverhältnis haben die ÖsterreicherInnen zum Rohstoff Holz. 97 % finden, dass Holz zu ihrem Wohlbefinden beiträgt – im Einrichtungsbereich etwa oder durch Alltagsgegenstände aus Holz. 86 % bevorzugen dabei Holz aus heimischen Wäldern und 96 % finden, dass dieses aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen soll. „Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist Jahrhunderte alt und stammt ursprünglich ja aus der Forstwirtschaft“, freut sich Freidhager über das Nachhaltigkeitsbewusstsein der ÖsterreicherInnen. „Gerade in Zeiten des Klimawandels und seiner Herausforderungen ist für uns eine nachhaltige Waldbewirtschaftung oberstes Gebot wie eh und je: Geerntet wird nicht mehr als wieder nachwächst.“

Wälder werden zukünftig an Bedeutung gewinnen

75 % aller Befragten sind davon überzeugt, dass die Bedeutung des Waldes, aber auch anderer Naturräume in Österreich wie Seen, Flüsse oder Berge zukünftig steigen wird. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Umfrage (54 %), durchgeführt von Integral 2013. Ähnliches gilt für den Rohstoff Holz: 93 % gaben an, dass der Rohstoff Holz zukünftig wichtiger wird, da es sich um einen nachwachsenden und natürlichen Rohstoff handelt. Ein Trend, den der Bundesforste-Vorstand bestätigt sieht: „Der Wald ist für uns Menschen ein einzigartiger Erholungsraum. Er bietet Tieren und Pflanzen unersetzlichen Lebensraum, liefert den erneuerbaren und CO2-neutralen Rohstoff Holz oder trägt zum Klimaschutz bei, indem er Kohlenstoff speichert und das Mikroklima reguliert“, betont Freidhager. „Durch den Klimawandel, der für uns in der Forstwirtschaft zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zählt, die Energiewende und den Wandel hin zu einer biogenen Gesellschaft wird die Bedeutung der Wälder weiter steigen“, so Vorstandssprecher Rudolf Freidhager abschließend.

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