Bund an Bord hilft bei sektoralem LKW-Fahrverbot

Willi: "Das Ziel muss gute Tiroler Luft sein - für alle"

Wien (OTS) - Die Tiroler Landesregierung hat heute das sektorale LKW-Fahrverbot beschlossen - eine Maßnahme, mit der bestimmte Güter wie Abfälle, Rundholz, Schrott, Eisenwaren, Fliesen etc. nicht mehr auf der Straße transportiert werden dürfen. Bereits zweimal ist diese Maßnahme von den europäischen Institutionen gestoppt worden. Nach dem heutigen Beschluss hofft der grüne Nationalratsabgeordnete Georg Willi darauf, dass die EU die umfassenden Bemühungen der Tiroler Landesregierung um bessere Luft würdigt. Dass Verkehrsminister Klug und die Bundesregierung mehrmals Unterstützung für das Tiroler Anliegen signalisiert haben, sei ganz wichtig für die Reduktion des Transitverkehrs durch die Alpen. "Ich hoffe, dass diese Unterstützung auch das Gewicht unseres Anliegens bei der EU-Kommission und bei den zu erwartenden Prozessen vor dem Europäischen Gerichtshof stärkt", sagt der grüne Verkehrssprecher.

Die umfangreichen Luftgüte-Maßnahmen in Tirol umfassen neben einer Heizkesseltausch-Aktion, bei der Privathaushalte bis zu 1.500 Euro für den Einbau schadstoffärmerer Heizungen gefördert bekommen und neben einer Umrüstungs-Förderung hin zu schadstoffärmeren LKW auch den sogenannten Luft-100er, der auf über 120 Autobahnkilometern in Tirol zu einer deutlichen Reduktion der Luftbelastung geführt hat. "Fast die Hälfte der TirolerInnen leben entlang dieser von der Autobahn und dem massiven Transitverkehr betroffenen Strecken. Dass erstmals seit 15 Jahren an allen Messstellen bessere Luftwerte festgestellt werden konnten, ist ein Beleg für die Wirksamkeit der Tiroler Maßnahmen", betont Georg Willi, der überzeugt ist, dass diese Verbesserungen jetzt auch zu einem Ende der EU-Blockade gegen das sektorale LKW-Fahrverbot führen. "Ingrid Felipe und ihre RegierungskollegInnen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt ist der nächste Schritt gefragt, damit es mit den Luftwerten weiter in die richtige Richtung geht. Das bedeutet für die EU-Institutionen:
akzeptieren des Tiroler Weges statt dagegen zu klagen.“

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