Gerechtigkeit durch AK-Konsumentenschützer: Knapp 650.000 Euro für Klienten

AK-Konsumentenschutz verzeichnete im Vorjahr 37.730 Anfragen. Um 300.000 Euro mehr als im Vorjahr konnte für Konsumentinnen und Konsumenten erkämpft werden.

Klagenfurt (OTS) - Rat und Hilfe suchten im Vorjahr 37.730 Kärntnerinnen und Kärntner beim Konsumentenschutz der AK Kärnten. Bei 2.033 Firmen wurden Interventionen durchgeführt und brachten den Konsumentinnen und Konsumenten rund 650.000 Euro.
Die häufigsten Anfragen mit 10.019 betrafen Miet- und Wohnrecht. Vorrangig ging es um den Wohnungszustand bei der Rückgabe, Maklerprovisionen, Kautionshöhe, aber auch die Finanzierungsbeiträge der gemeinnützigen Genossenschaften und die Berechnung der Miete. „Ist jemanden die Betriebskostenabrechnung nicht ganz klar, dann helfen auch heuer wieder unsere AK-Fachleute beim kostenlosen Betriebskostencheck von Mai bis Ende Juli“, sagt AK-Konsumentenschutzexpertin Susanne Kißlinger.
9.600 Anfragen betrafen den klassischen Konsumentenschutz: Probleme bei Werk- und Dienstleistungsverträgen. Rund 2.300 Mal wurde Hilfe bei Problemen beim Kauf von Produkten geleistet: Verweigerung von Gewährleistungsrechten oder vereinbarte Lieferfristen wurden nicht eingehalten.
„Konsumentinnen und Konsumenten können sich oft nicht darauf verlassen, so einfach zu ihrem Recht zu kommen. Waren und Dienstleistungen werden mangelhaft erbracht, Vertragskündigungen nicht akzeptiert sowie überhöhte Preise verrechnet“, sagt AK-Konsumentenschutzexpertin Susanne Kißlinger.
Viele Konsumentinnen und Konsumenten landeten, in der Hoffnung einen billigen Kredit zu bekommen, in den Fängen von sogenannten Finanzsanierern. Diese Kapitalgeber verlangen horrende Summen für die Zusendung von Unterlagen. Die versprochene Kreditsumme wird jedoch nicht ausbezahlt. Weitere, der über 3.200 Anfragen beinhalten Fremdwährungskredite in Zusammenhang mit Stop-Loss-Ordern. Im Telekommunikationsbereich gab es 2.945 Anfragen. Interventionen bei solchen Fällen standen an der Tagesordnung, um Gutschriften für Klientinnen und Klienten zu erhalten.
Durch das neue Fern- und Auswärtsgeschäftegesetz (FAGG) hat sich der Problembereich Telekommunikation durchwegs gewandelt. Das Thema Reisen, insbesondere Probleme bei Online-Buchungen, beschäftigte die AK-Konsumentenschützer 2.664 Mal. Anfragen zu Versicherungen und deren Bedingungen wurden 1.700 Mal beantwortet.
Knapp 1.300 Anfragen kamen zum Thema Internetabzocke. „Wenn der Trend auch stark rückläufig ist, so wurden doch zahlreiche Konsumentinnen und Konsumenten mittels teurer Abos, Rechnungen von diversen Sexportalen, Auktionsplattformen und Webshops abgezockt“, erklärt Kißlinger. Die Internetfallen sollten aber 2016 noch weiter zurückgedrängt werden durch die Regelungen im Fern- und Auswärtsgeschäftegesetz (FAGG).

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