Welttag der Sozialen Arbeit: ExpertInnen fordern mehr Unterstützung

Nötig sind ausreichende finanzielle Mittel und Schaffung von Koordinationsstellen

Wien (OTS) - SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen stehen in der sogenannten Flüchtlingskrise an vorderster Front. Am Welttag der Sozialen Arbeit findet dazu heute, Dienstag, ein internationales Symposium in der Zentrale des ÖGB im Bürogebäude Catamaran statt. Kernforderungen der ExpertInnen: Mehr finanzielle Mittel und die Schaffung von bundesweiten Koordinationsstellen.++++

Zum Welttag der Sozialen Arbeit treffen sich heute, am 15. März, ExpertInnen der Sozialen Arbeit aus Kriegsgebieten, Durchzugsländern und den Zielländern einer dramatischen Flüchtlingskrise. Die Soziale Arbeit ist herausgefordert, professionell zu helfen: den Flüchtlingen, den Institutionen und denen, die in den Zielländern zu Hause sind. Dazu vernetzen sich die Berufsverbände auf Weltebene, entwickeln verbesserte Arbeitsweisen unter Einbeziehung aller relevanten Faktoren.

Im Rahmen einer Pressekonferenz meldeten sich internationale ExpertInnen zu Wort. Mag. Alois Pölzl, Bundesvorsitzender Österreichischer Berufsverband der Sozialen Arbeit (obds):
„Der Profession Soziale Arbeit geht es um eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft in der alle die hier leben – ob schon länger oder nicht – in Würde und Respekt miteinander umgehen.“

Zur Umsetzung fordert der obds in jedem Bezirk Österreichs (einschließlich der Wiener Gemeindebezirke) eine professionelle sozialarbeiterische Gemeinwesenarbeit. Pölzl: „Zur Koordination wären das 117 Stellen, die unverzüglich zu installieren sind. Wenn man jetzt spart, zahlt man später viel mehr – das sind einfache Lehren der Vergangenheit.“

Die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit unterstrich die Präsidentin der The International Federation of Social Workers (IFSW), Ruth Stark: „Millionen von Menschen, die von dieser Krise betroffen sind, arbeiten mit SozialarbeiterInnen zusammen. SozialarbeiterInnen sind entweder im öffentlichen Dienst oder in NGOs tätig, weltweit arbeiten Tausende von ihnen ehrenamtlich. Gerade in der Integration von Flüchtlingen oder MigrantInnen in der neuen Umgebung berücksichtigen SozialarbeiterInnen die Bedürfnisse und Sorgen aller Betroffenen.“

Einen Apell an die Politik richtete IFSW-Generalsekretär Dr. Rory G. Truell: Der IFSW ruft daher die Regierungen, regionale Vereinigungen sowie internationalen Organisationen auf, Mut zu sofortigen Maßnahmen zu zeigen, Menschlichkeit zu demonstrieren und alle Mitmenschen in diese Maßnahmen und Entscheidungsprozesse zu involvieren.“

Die Unterlagen der Pressekonferenz stehen im Internet auf www.younion.at zum Download bereit. Fotos der TeilnehmerInnen finden Sie unter web.younion.at/pressefotos/ zum Download.

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