Emmerling/Gara: Leider kein Denkmalschutz für Haschahof

NEOS Wien unterstützt neue Petition zum Erhalt des schutzwürdigen Gutshofes

Wien (OTS) - Die Prüfung des Bundesdenkmalamts, den Haschahof in Rothneusiedl unter Denkmalschutz zu stellen, ist negativ ausgefallen. Somit steht einem neuerlichen Abrissversuch seitens Wohnbaustadtrat Ludwig leider nichts mehr im Wege. Wir sehen den Gutshof als ein schutzwürdiges Baudenkmal und unterstützen daher die heute gestartete Petition für den Erhalt des Haschahofes sowie seine zukünftige Nutzung im Sinne der lokalen Bevölkerung“, so NEOS Wien Planungssprecher Stefan Gara.

„Wien braucht dringend neuen Wohnraum – dafür aber ein Stück Stadtgeschichte zu zerstören, ist keine Notwendigkeit. Rothneusiedl wurde als Zielgebiet der Stadtentwicklung zurückgestuft, da besser gelegene innerstädtische Gebiete richtigerweise erst genutzt werden sollten. Hier ist die Stadt aber säumig – am Nordwestbahnhof wird zum Beispiel seit über 10 Jahren geplant, bis heute aber noch nicht einmal das 2015 aktualisierte Leitbild veröffentlicht“, so Gara weiter.

NEOS Umweltsprecherin Bettina Emmerling sieht die Vorgänge vor allem im Hinblick auf die Sicherung von Grünraum und landwirtschaftlichen Flächen fragwürdig: „Im ‚Agrarstrukturellen Entwicklungsplan für Wien 2014‘ ist dieses Gebiet als Vorranggebiet für Landwirtschaft ausgewiesen. Davon will man jetzt schon nichts mehr wissen. Gleichzeitig läuft gerade ein Umwidmungsverfahren in Inzersdorf, bei dem rund 5 Hektar Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel in Betriebsbaugebiet umgewidmet werden sollen. Im STEP 2025 ist dieses nach wie vor als „urbaner Großgrünraum“ ausgewiesen. „Die Stadt Wien brüstet sich stets mit ihrem historischen Grüngürtel. In Wirklichkeit wird dieser aber angeknabbert, wo immer es möglich ist“, so Emmerling.

„Die Petition der Bürgerinitiative Bodenschutz für Wien, die aus Anlass des geplanten Haschahof-Abrisses gestartet wurde, hat bereits über 3.300 Unterschriften bekommen. Die neue Petition zum Erhalt des Gebäudes bekräftigt den Wunsch der lokalen Bevölkerung nach einer bürgerverträglichen Lösung. Im zuständigen Petitionsausschuss wird NEOS beide Anliegen unterstützen und fordert die unbedingte Erhaltung dieses wertvollen Baudenkmals“, so Emmerling abschließend.

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