Korun: Ohne legale Fluchtwege wird Misere der Flüchtlinge nur verlängert

Grüne: Grenzen-Zu-Domino gegen Schutzsuchende fordert Menschenleben

Wien (OTS) - "Wie vorhersehbar, hat das Grenzen-Zu-Domino dazu geführt, dass tausende Schutzsuchende an der griechisch-mazedonischen Grenze feststecken und dort verelenden. Man hat einen Fluchtweg nach dem anderen mit Polizei und Militär abgeschnitten, ohne legale Fluchtwege zu schaffen. Erst am Montag hat das die ersten drei Todesopfer gefordert, als zwei Männer und eine Frau beim Versuch der ausweglosen Situation zu entkommen, bei der Überquerung eines reißenden Flusses ertrunken sind. Es ist fünf nach zwölf. Ohne legale Fluchtwege werden noch mehr Menschen sterben und das ist inakzeptabel. Das Grenzen-Zu-Domino löst das Problem nicht, sondern heizt nur das Elend der Flüchtlinge weiter an. Solange die Zustände in Syrien, Irak und Afghanistan andauern, werden Menschen flüchten müssen" erläutert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen.

"Um ihre Grenzen-Zu Politik und die Beschneidung von Asyl zu rechtfertigen, lanciert die Regierung nun wieder einmal Vorberichterstattung mit unter Verschluss gehaltenen Gutachten. Damit missbraucht sie einen Wissensvorsprung, um in der Zwischenzeit ihre eigene Version medial festzusetzen. Diese Rosstäuschereien sind demokratiepolitisch nicht hinnehmbar. Wenn die Gutachten vorliegen, sollen sie auch gleichzeitig der Öffentlichkeit offengelegt werden, damit ohne Vorabbeeinflussung über deren Inhalte diskutiert werden kann" fordert Alev Korun Fair Play ein.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6733
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002