Rethink Suburb: Potential in vorstädtischer Nachverdichtung

Kick-Off zum VELUX Active House Award 2016

Wolkersdorf (OTS) - Die Kick-Off-Veranstaltung im Schloss Wolkersdorf Anfang März galt als Eröffnung des VELUX Active House Awards. Bei diesem länderübergreifenden Wettbewerb, der in Kooperation mit der Stadtgemeinde Wolkersdorf durchgeführt wird, können sich Architekturstudenten aus Österreich, Tschechien, der Schweiz und Slowakei behaupten. Der Auftrag: Den Lösungsansatz einer intelligenten Nachverdichtung anhand eines typischen Einfamilien-Siedlungshauses aus der 1970er Jahren in Wolkersdorf erarbeiten. Das Event selbst wurde durch spannende Vorträge und den Besuch des Beispielgebäudes abgerundet.

Das Schloss Wolkersdorf als Kulisse, eine entspannte Atmosphäre und mittendrin zahlreiche junge und kreative Köpfe. Im Rahmen des Kick-Off-Events für den Studentenwettbewerb Active House Award 2016 kamen Hochschüler der Architektur, Medienvertreter und Nachhaltigkeitsexperten gleichermaßen zusammen. International angesehene Key-Notes wie der renommierte Wissenschaftler DI Dr. Peter Holzer, der Architekturvermittler DI Volker Dienst und Architekt DI Johannes Kislinger fanden sich ein, um spannende Informationen rund um nachhaltiges Bauen im Bestand näher zu bringen. Speziell das Thema der Nachverdichtung steht in Ländern wie Österreich, Schweiz, Tschechien und der Slowakei an oberster Stelle. Vor allem Wohnen in kleineren Städten rund um Ballungsräume wird immer beliebter – so auch in der niederösterreichischen Gemeinde Wolkersdorf. Umso wichtiger ist es, dort einer Zersiedelung entgegenzuwirken. Bürgermeisterin DI Anna Steindl und der Leiter des Bauamtes der Stadtgemeinde Wolkersdorf, Bmstr. Ing. Wolfgang Ullmann, erklärten in ihren Statements: „Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere so lebenswerte Umgebung noch weiter verbaut wird – sondern müssen vielmehr versuchen, für das Bestehende neue und kreative Lösung der Sanierung und des Umbaus zu finden.“ VELUX setzt dazu vor allem auf den Architektur-Nachwuchs.

Studenten gestalten das neue Active House

Aus diesem Grund widmet sich der heurige VELUX Active House Award dem Thema Nachverdichtung und Nachhaltigkeit. Bei dem Studentenprojekt gestalten Hochschüler aus Österreich, Tschechien, der Schweiz und Slowakei in diesem Jahr ein ausgewähltes, bestehendes Einfamilienhaus in Wolkersdorf nach ihren Vorstellungen um. Die Bedingungen dabei:
Sinnvolle und effiziente Nutzung von potentiellen Wohnräumen unter Berücksichtigung der Active House Kriterien. VELUX Experte Heinz Hackl schildert die Herausforderung und gibt erste Beispiele für mögliche Lösungsansätze: „Speziell die Einfamilienhäuser-Strukturen der 1970er und 1980er zeigen Potential für Umbauten. In vielen dieser Bauten werden leerstehende Kinderzimmer oder Dachböden nicht richtig genutzt. Durch einen Aus- und Umbau könnten eigenständige Wohneinheiten geschaffen und gleichzeitig durch Anpassung an die Nutzung und durch Ertüchtigung der Gebäudehülle die Betriebskosten massiv gesenkt werden. Auch eine architektonische Aufwertung des Gebäudes würde Vorteile bringen – Generationenwohnen ist heutzutage nicht mehr abwegig, sondern mit intelligenter Planung ein positiver Aspekt für alle. Auch Arbeiten und Wohnen unter einem Dach oder auch Zusatzeinkommen durch Vermietung einer neu geschaffenen Wohneinheit bieten hier zukunftsweisende Wohnmodelle.“ Rund um diese Ideen gilt es stets die Active House Richtlinien zu beachten. Hier sind die Hochschüler gefordert, die drei Bereiche Energieeffizienz, Komfort und Umwelt zu berücksichtigen. So werden bei einem Active House die Energie aus erneuerbaren Quellen genutzt, Umwelteinflüsse beim Bau so gering wie möglich gehalten und Komfort und Gesundheit durch ein ganzjährig gutes Raumklima, einer adäquaten Versorgung mit Tageslicht und einem Konzept für gesunde Raumluftqualität erreicht. Den Architekturstudenten soll durch diese Vorgaben und anhand eines praktischen Beispiels, einem Einfamilienhaus in Wolkersdorf, die nachhaltige Bauweise in praxisnaher Weise nähergebracht werden.

Um sich einen ersten Eindruck des restaurierungsfähigen Einfamilienhauses zu verschaffen, konnten die Studierenden das Siedlungshaus im Rahmen des Kick-Offs vor Ort besichtigen. Das ausgewählte Haus stellt ein exemplarisches Beispiel dar und beinhaltet viele Lösungsansätze für allgemeine Bauaufgaben. Es ist damit auch in anderen Gebieten wie in Tschechien, der Schweiz oder Slowakei relevant. Christina Brunner von VELUX Österreich dazu: „Der Wettbewerb bietet die großartige Gelegenheit, eine Diskussion über die Qualität der bebauten Umwelt im breiteren urbanistischen Maßstab anzustoßen. So können wir auf einzelne Bauten, die Qualität des Innenraums und auf gesundes Wohnen fokussieren“. Während Fachexperten und internationale Hochschulen das Thema des nachhalten Bauens in den nächsten Jahren als immer wichtiger empfinden, zeigen sich österreichische Universitäten noch etwas verhalten. Dies gilt es mit dem Award zu unterstützen und die gesteigerte Awareness zum Thema zu schaffen.

Die Projektentwürfe können bis Ende Juni eingereicht werden. Die Sieger können sich über die Auszeichnung des Active House Awards, eine kostenlose Teilnahme am Daylight Symposium und ein Preisgeld freuen.

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Über VELUX
VELUX ist Marktführer im Bereich Dachflächenfenster. Als globales Unternehmen hat VELUX die Vision, bessere Lebensbedingungen unter dem Dach mit Hilfe von Tageslicht und frischer Luft zu entwickeln. Das Produktprogramm beinhaltet eine große Vielfalt an Dachflächenfenstern und deren Anwendungsmöglichkeiten (Dachflächenfenster, Skylight-Anwendungen, Flachdachsysteme) samt Dekorations- und Sonnenschutz-produkten. Mit Vertriebs-gesellschaften in fast 40 Ländern und Produktionsstandorten in 11 Ländern beschäftigt VELUX insgesamt ca. 10.000 Mitarbeiter. Die Zentrale der VELUX Gruppe befindet sich in Hørsholm, nördlich von Kopenhagen (Dänemark). Die VELUX Fabriken und Produktionsstandorte sind gemäß ISO 9001 (Qualität, 2008), ISO 14001 (Umwelt, 2008) und OHSAS 18001 (Gesundheit und Sicherheit, 2008) zertifiziert. VELUX will seine Vorreiterrolle stets mit innovativen Entwicklungen stärken und neue Wege entwickeln, mit Tageslicht und frischer Luft die Lebensqualität unter dem Dach zu verbessern. Deshalb macht Tageslichtforschung einen wichtigen Teil der Entwicklungsbemühungen aus.

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