• 14.03.2016, 11:49:37
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Berlakovich: Mit Rudolf Sarközi verliert Österreich einen Botschafter des Miteinanders und der Toleranz

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Mit Rudolf Sarközi verliert Österreich eine
Persönlichkeit, welche nicht nur das Verhältnis der Roma und Sinti
zur Mehrheitsbevölkerung sehr positiv geprägt, sondern darüber hinaus
ein neues Verständnis für Volksgruppenpolitik eingeleitet hat“,
erklärt ÖVP-Volksgruppensprecher Nikolaus Berlakovich heute, Montag,
zum Ableben des Roma-Politikers. Sarközi habe sich als ebenso
zielorientierter wie toleranter Kämpfer für die Rechte von
Volksgruppen allgemein und der Roma und Sinti im Speziellen erwiesen.

Dieses unermüdliche Wirken gipfelte in der offiziellen Anerkennung
der Roma als sechste Volksgruppe in Österreich und des Romanes als
Minderheitensprache im Sinne der Europäischen Charta der
Minderheitensprachen, betont Berlakovich. Mit der Einrichtung des
Roma-Volksgruppenbeirats habe Sarközi die Basis für viele nachhaltige
Projekte gelegt. Dadurch wurden nicht nur Kultur und Sprache der Roma
gefördert, sondern auch breit im Bewusstsein der Mehrheitsbevölkerung
verankert.

Bei all seinen Aktivitäten habe er stets auf ein tolerantes
Miteinander und ein Zusammenwirken aller Beteiligten auf Augenhöhe
Wert gelegt. So auch bei der Etablierung eines Roma-Gedenktages und
der Errichtung des Roma-Denkmals auf dem Gelände des ehemaligen
Konzentrationslagers Lackenbach, wo Rudolf Sarközi 1944 unter
widrigsten Bedingungen seinen Start ins Leben hatte. Das mörderische
Attentat auf die Roma-Siedlung in Oberwart war für ihn ein weiterer
schwerer Schicksalsschlag. Dass Sarközi trotz dieser Verbrechen
verstärkt auf Miteinander und Toleranz setzte, unterstreiche die
menschliche Größe des Verstorbenen, erklärt der
ÖVP-Volksgruppensprecher.

„Sein politisches Wirken ist vielfach ausgezeichnet worden, neben dem
Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und
dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien unter
anderem auch mit dem Komturkreuz des Landes Burgenland“, erinnert
Berlakovich an die zahlreichen offiziellen Ehrungen Sarközis. „Für
uns alle, die ihn persönlich erleben durften, war er vor allem ein
Freund, getragen vom Geist des Miteinanders und der Verständigung.
Als solchen werden wir ihn immer in Erinnerung behalten“, so
Berlakovich. „Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen
Hinterbliebenen.“
(Schluss)

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