"Vorstadtweiber"-Autor Uli Brée auf Ö3 über die Zukunft der Serie: „Wenn alle miteinander geschlafen haben, höre ich auf.“

Wien (OTS) - Einen Tag vor dem Start der neuen „Vorstadtweiber“-Staffel im ORF sprach Uli Brée, Autor der Erfolgs-Serie, in Ö3-„Frühstück bei mir“ über seine Pläne: „Ich schreibe gerade an der dritten Staffel. Ob es eine vierte geben wird? Das werde ich danach entscheiden. Wenn ich das Gefühl habe mich zu wiederholen, werde ich aufhören. Die Geschichte toterzählen sollte man nicht.“ Seine persönliche Grenze definiert er aber auch mit seinen Handlungssträngen: „Irgendwann haben dann alle miteinander geschlafen im großen Vorstadt-Bett. Wenn es soweit ist, höre ich ganz sicher auf.“ Aber schon das Schreiben der jetzt anlaufenden zweiten Staffel wäre nicht leicht gewesen: „Es war eine sehr schwere Zeit für mich. Der Druck war enorm diesen Erfolg zu bestätigen.“ Trotzdem sieht er dem Start der zweiten Staffel (Montag, 14. März um 20.15 Uhr in ORF eins) gelassen entgegen: „Ich habe bereits alle Folgen gesehen, ich weiß den Bogen und die Entwicklung. Ich bin mir sicher, dass diese Staffel funktionieren wird.“

Nach der dritten Staffel möchte der 52-jährige Erfolgsautor den Stoff zunächst aber anders weiterführen: „Ich will einen ‚Vorstadtweiber‘-Roman schreiben. Den sehe ich als meine seelische Altersvorsorge. Nicht um unabhängiger zu werden vom Fernsehgeschäft sondern um glücklicher zu werden. Weil ich bei einem Roman nicht so viele Vorgaben habe, weil es eben nicht so ein kommerzielles Geschäft ist.“ Den Inhalt seines „Vorstadtweiber“-Romans hat Brée bereits konzipiert: „Da möchte ich erzählen wie alles begonnen hat – noch vor dem, was in der Serie zu sehen war. Wie sich die Frauen überhaupt kennengelernt haben und zu dem wurden, was sie sind.“

Vier Romy-Auszeichnungen hat Uli Brée bereits im Laufe seiner Autoren-Karriere gewonnen – auf eine weitere für zum Beispiel den „Vorstadtweiber“-Erfolg legt er keinen Wert. Da kritisierte der TV-Serienschreiber sehr deutlich auf Ö3: „Die Leute, die wirklich Fernsehen machen in Österreich – die Regisseure, Produzenten, Cutter, die Drehbuchautoren - alle, die beitragen, dass es diese Filme gibt – wir kriegen die Romy zwei Tage vorher im Hinterzimmer verliehen und werden halt dann zugespielt in der Hofburg. In der Hofburg bekommen es die deutschen Wetteransager oder wer auch immer. Ich möchte erst dann eine Romy wieder bekommen, wenn man uns Fernsehmachern den Respekt zollt und sie uns da verleiht, wo wir hingehören.“

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