Grüne Wien/El-Nagashi: Schlepperwesen kann nur durch legale Fluchtwege bekämpft werden

15 Menschen in Klein-LKW in Wien ist Alarmsignal

Wien (OTS) - "Asylrecht darf kein Glücksspiel sein, bei dem manche überleben und andere nicht. Kein Mensch, der in Europa Schutz sucht, wird durch die Abschottungspolitik dazu gebracht, in Todesgefahr, in Elend und Perspektivenlosigkeit zu bleiben", so Faika El-Nagashi, Migrationssprecherin der Grünen Wien anlässlich der routinemäßigen Verkehrskontrolle in Wien-Landstraße, bei der gestern 15 geschleppte Menschen bei den Behörden um Asyl ansuchten. "Wir müssen aufhören, unsere Mitmenschen zu entmenschlichen und sie zu bekämpfen. Legale Fluchtwege, legale Zugänge zum Asylwesen und legale Zugänge nach Europa - das sind die Maßnahmen, die dem Schlepperwesen den Boden wegziehen. Kanada und Brasilien haben es vorgemacht. Dort werden, nach vorherigen Sicherheitskontrollen, die legal einreisenden Menschen registriert, bundesweit untergebracht und als neue Nachbarinnen und Nachbarn begrüßt. Vor allem aber: Sie kommen als Menschen an und sie bleiben als Menschen", so El-Nagashi.

"Fluchtsuchende finden Wege, um nach Europa zu gelangen. Sie fliehen vor Krieg und ihrer aussichtslosen Situation. Zäune an den Grenzen und die geschlossene Balkanroute führen genau dazu, dass das Schlepperwesen mehr denn je floriert, die Preise steigen und auch das Risiko", ergänzt Ulrike Pilgram, Grüne Klubobfrau in Wien-Landstraße. "Durch die gestrige Verkehrskontrolle im 3. Bezirk überlebten die geflüchteten Menschen. Die Flucht wird aber zu einem Poker der Schutzsuchenden. Wie viele Tote braucht es, um die Regierung zur Vernunft zu bringen?", so Pilgram abschließend.

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