Franz-Grabner-Preis: Neue Dokumentarfilm-Auszeichnung auf Diagonale präsentiert

Wertschätzung für dokumentarisches Wirken des im Vorjahr verstorbenen ORF-Journalisten – Vergabe für humanistisches Filmschaffen ab 2017

Wien (OTS) - 2015 verstarb der außergewöhnliche ORF-Journalist und langjährige ORF-TV-Kulturdokumentationschef Franz Grabner. In seinem Andenken und als Plädoyer für ein Dokumentarfilmschaffen, das sich dem Humanismus verschreibt, wird heute im Rahmen der Diagonale der mit 10.000 Euro dotierte Franz-Grabner-Preis initiiert, der ab 2017 jährlich in zwei Kategorien (bester Kino-Dokumentarfilm und beste TV-Dokumentation zu je 5.000 Euro) vergeben wird. Bei der von ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl moderierten Projektpräsentation heute, am Freitag, dem 11. März 2016, im Grazer Haus der Architektur, zu der der ORF, die Diagonale, die Produzentinnen- und Produzentenverbände AAFP und Film Austria, die Diözese Graz-Seckau sowie die Initiatorinnen und Initiatoren des Franz-Grabner-Preises geladen hatten, wurden die Details vorgestellt.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Filmförderung ganz im Sinne von Franz Grabner“

„Der ORF unterstützt diesen gemeinsamen Preis als Zeichen der Wertschätzung von Franz Grabners dokumentarischem Wirken und in logischer Schlussfolgerung als einen nachhaltigen Anreiz für Filmemacherinnen und Filmemacher, sich diesem Genre zu widmen“, betont ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner. „Wichtig ist uns, nicht irgendeinen weiteren Preis für Dokumentation zu etablieren, sondern gezielt Dokumentaristinnen und Dokumentaristen anzusprechen und aufzufordern, innovative Schritte in diesem Genre zu gehen sowie sich inhaltlich und dramaturgisch weiterzuentwickeln. Diese Förderung ist ganz im Sinne von Franz Grabner und im Interesse des ORF und der heimischen Filmschaffenden. Dieser gemeinsame Nenner ist die sinnstiftende und wichtige Basis und das kreative Wesen dieses Preises“, so Zechner.

10.000 Euro für überzeugende Inhalte, innovative Herangehensweise, internationales Potenzial und Crossmedia-Charakter

Humanistische Weltsicht, hohes Arbeitsethos und unbestechliche Menschenliebe haben Franz Grabners Wirken als Redakteur und Visionär ausgezeichnet – Qualitätskriterien, die mit der Auslobung der neuen Dokumentarfilm-Auszeichnung hochgehalten werden sollen. Der Franz-Grabner-Preis wird ab 2017 jährlich im Rahmen des österreichischen Filmfestivals Diagonale vergeben. Er dient der Unterstützung österreichischer Dokumentarfilme und Dokumentationen für Kino und Fernsehen zu Themen aus Kultur, Gesellschaft, Politik oder Geschichte. Diese müssen nicht österreichspezifisch angelegt sein, sondern sollen sich weltoffen mit Neugier und Optimismus europarelevanten Problematiken stellen. Der Preis erhebt den über allem stehenden Anspruch eines im ethischen und moralischen Sinne verantwortungsvollen und glaubwürdigen Umgangs der Filmschaffenden mit ihrem Medium.

Das spezielle Augenmerk gilt neben der inhaltlich überzeugenden Story einer kreativen und innovativen Herangehensweisen in dramaturgischer sowie in filmischer Hinsicht. Dokumentarfilme mit dem thematischen und filmkünstlerischen Potenzial für den internationalen Film- und TV-Markt sind hierbei von besonderem Interesse ebenso wie Crossmedia-Projekte. Zugelassen sind alle dokumentarischen Formate ab einer Länge von 30 Minuten sowie serielle Formate.
Das Komitee bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von ORF, Diagonale, den österreichischen Produzentenverbänden AAFP und Film Austria und den Initiatoren des Franz-Grabner-Preises bestellt jährlich eine fünfköpfige Fachjury. Diese wählt in einem demokratischen Abstimmungsverfahren die beste Kinodokumentation und die beste Fernsehdokumentation. Das Preisgeld von jeweils 5.000 Euro ist für die Entwicklung des Folgeprojekts der Preisträger/innen bestimmt.

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