12. März 1938: Sozialdemokratie gedenkt Machtergreifung der Nazis in Österreich

Bundeskanzler Faymann: „Sozialen Frieden sichern, Hass bekämpfen“ – SPÖ-Bundesgeschäftsführer Schmid: „Niemals vergessen, aus der Vergangenheit lernen“

Wien (OTS/SK) - Am 12. März 2016 jährt sich zum 78. Mal der Einmarsch deutscher Truppen in Österreich. Der so genannte „Anschluss“ bedeutete auch das Ende der Ersten Republik, Österreich verschwand von der Landkarte. Diesem Ereignis, das bereits eine lange Vorgeschichte hatte, folgten Terror, systematische Verfolgung, Vertreibung und schließlich das unfassbare Grauen von Krieg und Holocaust. SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann betonte anlässlich des Jahrestags der Machtergreifung der Nazis in Österreich: „Der 12. März 1938 ist für uns Mahnung und Auftrag zugleich. Wir haben gesehen, wohin Hass und Ausgrenzung, die auf dem Nährboden von Arbeitslosigkeit, Armut und einer katastrophalen wirtschaftlichen Lage gedeihen, führen. Der Auftrag aus der Geschichte ist daher klar: Wir müssen den sozialen Frieden sichern, das Gemeinsame vor das Trennende stellen sowie Hass und allen autoritären Tendenzen entschlossen entgegentreten." SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid betonte: „Die Erinnerung an die Nazi-Barbarei ist für uns eine bleibende Verpflichtung, gegen jede Form von Rassismus, Hetze und Menschenfeindlichkeit aufzutreten. Niemals vergessen heißt auch, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen“, so Schmid heute, Freitag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bundeskanzler Faymann machte deutlich, dass die beste Versicherung gegen autoritäre Strömungen die Stärkung des sozialen Friedens ist. „Die Sozialdemokratie wird daher nicht müde werden, sich mit aller Kraft für sozialen Frieden und Zusammenhalt einzusetzen. Das Engagement für Demokratie und Frieden, aber auch für Beschäftigung und Verteilungsgerechtigkeit war immer und wird immer Herzstück sozialdemokratischer Politik sein“, sagte Faymann.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Schmid betonte die Bedeutung von Frieden und Zusammenhalt: „Die tiefe innere Spaltung des Landes, die nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich bedingt war, war besonders verhängnisvoll und ebnete den Weg in den so genannten 'Anschluss'. Die Worte der KZ-Überlebenden und großen SPÖ-Politikerin Rosa Jochmann, die betont hatte, dass wir SozialdemokratInnen alles daransetzen müssen, dass es für alle in unserem Lande möglich ist, in Frieden und ohne Hass zu leben, haben daher bis heute nichts an Gültigkeit verloren“, sagte Schmid. (Schluss) mb/mo

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