SPÖ-Klubtagung (4): Schulbau "raus aus Schuldenbremse“, Kultur „in Bezirke“

Wien (OTS/RK) - Heute, Freitagmittag, ist die Klubtagung der Wiener SPÖ in Floridsdorf mit Präsentationen von Bildungs- und Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger sowie Kultur- und Sportstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zu Ende gegangen.

Frauenberger sagte, bezogen auf Wiens Bevölkerungswachstum und die Notwendigkeit neuer Bildungseinrichtungen, dass „wir bauen, bauen, bauen“. In den kommenden Jahren werde die Stadt „in jeder Woche eine neue Schulklasse“ fertigstellen. Einmal mehr plädierte Frauenberger dafür, Investitionen für soziale und Bildungsinfrastruktur aus der Schuldenbremse herauszunehmen, denn „Kinder sind unsere Zukunft“. Sie stellte vier Varianten vor, in denen neuer Schulraum entstünde: durch Erweiterung in Holzbauweise sowie klassischem Neubau, durch Errichtung neuer Bildungscampus-Standorte sowie Vermischung von Wohnbau und Schuleinrichtungen. Wichtig sei auch, Schulstandorte für GrätzlbewohnerInnen zu öffnen und eine Mehrfachnutzung zu ermöglichen. Beispielhaft präsentiert wurden die Campus-Standorte in der Donaustadt, etwa in der Berresgasse; ebenso das geplante Familienfreibad im Einsiedlerpark im fünften Bezirk. Zum Thema Integration betonte Frauenberger Wiens „klare Haltung“, etwa durch Integrationsmaßnahmen „ab Tag eins“. Programme wie „Start Wien“ und „Neu in Wien“-Kurse würden Erwachsene genauso wie junge Menschen bei ihrer Integration wesentlich unterstützen.

Mailath will Kultur in die Bezirke bringen

Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny sei als Ressortverantwortlicher für Sport, Kultur, Wissenschaft und Digitale Agenda für die „Software des Zusammenlebens“ zuständig. Das vielfältige Ressort könne unter dem Überbegriff „Empowerment“ zusammengefasst werden, die „Teilnahme aller am gesellschaftlichen Leben der Stadt“. In der wachsenden Stadt gelte es, Kultur in die Bezirke zu bringen und die bereits jetzt vielfältigen in den Grätzln mit den „großen Playern im Stadtzentrum“ zu verbinden. Vernetzung sei auch in der Wissenschaft gefragt. Als Beispiel nannte er die von der Stadt angeregten MOOC-Vienna-Kurse. Das Online-Angebot ermögliche es allen, über neue Medien Wissen zu erweitern. Wien verfüge mit neun Millionen Quadratmeter an Sporthallen, Bädern und Sportplätzen über eine gute Infrastruktur, die von tausenden Sportvereinen kostengünstig genutzt werde. Diese Infrastruktur werde auch laufend ausgebaut, zum Beispiel mit der Neugestaltung des Sportzentrums Eisring Süd in Zusammenhang mit Wohnbau. Mit der Digitalen Agenda Wien positioniere sich die Stadt als Serviceanbieter der offenen Daten und digitalen Amtswege. So werde bereits an einer neuen „Sport-Wien-App“ gearbeitet.

(Schluss) ato/esl/hie

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Stadtredaktion, Diensthabende/r Redakteur/in
01 4000-81081
www.wien.gv.at/rk

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0010