SoHo kritisiert Ablehnung von EU-Maßnahmen für die Rechte von LGBT-Personen durch Ungarn

Menclik/Traschkowitsch: „Orban spaltet ungarische Gesellschaft“ – Ablehnung im EU-Rat „echte Schande“ und „eines Ministerpräsidenten nicht würdig“

Wien (OTS/SK) - Diskriminierung von LGBT-Personen verstärkt zu bekämpfen ist vonseiten der EU-Kommission ein wichtiges Anliegen. So wurde im Dezember 2015 ein 24-seitiger Maßnahmenkatalog für deren Rechte vorgestellt. „Dass sich Ungarn bei der letzten EU-Ratssitzung gegen den verstärkten Kampf der EU-Kommission gegen Diskriminierung ausgesprochen hat, ist leider wenig verwunderlich“, kritisieren Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SoHo, und seine Stellvertreterin Michaela Menclik, heute, Freitag, gegenüber dem Pressedienst. Erfreulich sei gewesen, dass weitere Staaten, die sich ansonsten in Sachen LGBT-Rechte auch nicht gerade hervortun, positiv mitgestimmt hätten. ****

Menclik: „Ich kann mich noch sehr gut an die Worte des ungarischen Ministerpräsidenten Orban vom vorigen Jahr erinnern, als er betont hatte, dass Ungarn ein tolerantes Land sei, was er jedoch gleich wieder einschränkte, indem er sagte, dass dies nicht bedeuten könne, dass dieselben Regeln für Menschen gelten, die einen anderen Lebensstil als ‚wir‘ pflegten. Ein solches Handeln ist eines Ministerpräsidenten nicht würdig.“ Orban lege es auf eine Spaltung der ungarischen Gesellschaft an, in der heterosexuelle Menschen und traditionsbewusste Familienmenschen den Vorzug hätten. Die Ablehnung Ungarns der Maßnahmen für LGBT-Rechte im EU-Rat sei „eine echte Schande“, so Traschkowitsch. (Schluss) bj/mp

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