100. Geburtstag von Christian Broda – Schieder würdigt „Reformer, Humanisten und Vollblutpolitiker“

Wien (OTS/SK) - Am 12. März 2016 hätte der 1987 verstorbene ehemalige Justizminister Christian Broda seinen 100. Geburtstag gefeiert. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder erinnert heute an dessen Leben und Wirken und würdigt Broda als „einen der größten politischen Reformer der Zweiten Republik“. „Broda stand für eine moderne, humanistische, offene Gesellschaft und setzte notwendige gesellschaftliche Veränderungen auch gegen Widerstände durch. Er war ein Vollblutpolitiker, der in seiner langen Laufbahn als Bundesrat, Nationalrat und dann Justizminister seine politischen Visionen in konkrete politische Reformen umsetzen konnte“, so der SPÖ-Klubobmann. ****

Brodas Reformen, vor allem im Straf- und Familienrecht, trugen den gesellschaftlichen Entwicklungen der 60er- und 70er-Jahre Rechnung, waren aber auch ihrer Zeit voraus: „Damit brachte er das Prinzip zur Geltung, dass Recht nicht nur den Status quo an Wertvorstellungen einer Gesellschaft, sondern durchaus auch politische Visionen und Ziele widerspiegeln soll.“ Schieder erinnert etwa an die Aufhebung der Strafbarkeit von Homosexualität oder die Gleichstellung von Mann und Frau im Eherecht und Reformen im Kindschaftsrecht, die rechtlich die weitgehende Beseitigung der Vorrangstellung des Mannes in der Familie brachte. Auch bei der Fristenlösung war Broda ein wichtiger Verbündeter Johanna Dohnals und der SPÖ-Frauen.

Als Bezirksvorsitzender der SPÖ Penzing weist Schieder auch auf die enge Verbundenheit Brodas mit dem 14. Wiener Gemeindebezirk hin – er wurde im Bezirk geboren und war auch langjähriges Mitglied des Bezirksvorstandes. (Schluss) sc/ah/mp

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