McDonald zu ORF: Wrabetz darf Objektivität und Glaubwürdigkeit vom ORF nicht aufs Spiel setzen

Anschein von Handlangertätigkeiten für die SPÖ ist für ORF-Glaubwürdigkeit fatal - Eigentlich fehlt nur noch, dass Faymann am Sonntag im Bundeskanzleramt interviewt wird

Wien, 10. März 2016 (ÖVP-PD) "Die ORF-Sendung 'Im Zentrum'
war bisher ein Diskussionsformat, wo die verschiedenen
Positionen der Gäste beleuchtet werden. Daraus jetzt eine One-Man-Show für den SPÖ-Parteivorsitzenden zu machen, weil es
gerade politisch opportun ist, ist sehr besorgniserregend",
hält ÖVP-Mediensprecher Generalsekretär Peter McDonald fest,
und weiter: "Der ORF muss als Leitbetrieb der heimischen Medienlandschaft für eine freie und unabhängige
Berichterstattung stehen. Dafür hat der Sender
unterschiedlichste Formate zur Verfügung. Um bestimmte Themen,
wenn gewünscht, mit einer Einzelperson aufzuarbeiten, gibt es
die 'Pressestunde', den 'Report', die 'ZiB' und viele
andere." Für die ÖVP ist klar: Ein öffentlich-rechtlicher
Sender muss bei der Auswahl seiner Gäste, insbesondere, wenn
es um Vertreter aus der Politik geht, besondere Sensibilität
an den Tag legen. "Eine einseitig nur an den SPÖ-Parteivorsitzenden ergangene Einladung für eine
Diskussionsendung widerspricht daher klar dem öffentlich-rechtlichen Auftrag und der gebotenen Unabhängigkeit des ORF",
so McDonald. ****

"Durch diesen Schachzug entsteht der Eindruck, dass sich
der ORF mit einem Handlangerdienst für die SPÖ dafür hergibt,
den Meinungsschwenk des SPÖ-Parteivorsitzenden in der Flüchtlingsfrage nicht nur zu kaschieren, sondern ihn auch fälschlicherweise durch seine Einzelstellung zum Erfinder der Strategie zu machen", betont McDonald. Dies sei nur das
aktuellste "Entgegenkommen" dem Kanzler gegenüber, der es
einfach nie ins ZiB 2 Studio zu schaffen scheint. "Eigentlich
fehlt nur noch, dass Faymann am Sonntag wieder einmal im Bundeskanzleramt interviewt wird", so der ÖVP-Mediensprecher.

Durch derartige Signale, die in Richtung politischer Interventionen interpretiert werden können, setzt
Generaldirektor Wrabetz, der sich im Sommer der Wiederwahl
stellt, die Glaubwürdigkeit und Objektivität des ORF aufs
Spiel. "Wir fordern den Generaldirektor auf, unverzüglich
Stellung zu den im Raum stehenden Vorwürfen zu beziehen und
seinen Ansatz im Sinne einer unabhängigen Berichterstattung zu überdenken", so McDonald.

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