WGKK-Obfrau Reischl: Neue Primärversorgung stärkt niedergelassenen Bereich

WGKK, Ärztekammer und Stadt Wien erarbeiten neues Versorgungskonzept

Wien (OTS) - Die Primärversorgung in der Bundeshauptstadt wird auf neue Beine gestellt. Darauf haben sich heute Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), Johannes Steinhart, Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, und Sonja Wehsely, Wiens Gesundheitsstadträtin, bei einem Treffen geeinigt.

Ziel der Neuregelung ist, die medizinische Versorgung in Wohnortnähe anbieten zu können. Berücksichtigt werden dabei unter anderem das Bevölkerungswachstum und der Versorgungsbedarf. Erste Planungsergebnisse sollen in den kommenden Wochen vorliegen.

„Durch die Neuorganisation möchten wir die Versorgung im niedergelassenen Bereich stärken und neue Primärversorgungszentren schaffen“, betonte WGKK-Obfrau Reischl. Und weiter: „Der Ausbau der PHC-Zentren ist ein Gewinn für beide Seiten. Zum einen erhalten die Patientinnen und Patienten auch an Tagesrandzeiten umfangreiche Betreuung, und zum anderen verbessert sich das Arbeitsumfeld der Ärztinnen und Ärzte. Sie können, da sie im Team zusammenarbeiten, die Fälle gemeinsam besprechen und auch die Arbeitszeiten nach ihren Bedürfnissen gestalten.“

Um das Ziel zu erreichen wird bestehenden Vertragsgruppenpraxen für Allgemeinmedizin, die aus zwei Gesellschafterinnen bzw Gesellschaftern bestehen, angeboten, ihre Praxis zu erweitern. Wird dieses Angebot angenommen, soll es nach einer kurzen Etablierungszeit möglich sein, die Praxis in ein Primärversorgungszentrum aufzuwerten. Sollte eine schon jetzt bestehende Dreier-Gruppenpraxis umsteigen wollen, soll das durch einen Einzelvertrag mit besonderem Inhalt möglich sein.

Reischl zeigte sich zuversichtlich, dass die Pläne rasch umgesetzt werden. „Seitens der Ärzteschaft wurde bereits Interesse bekundet. Ich bin daher optimistisch, dass es in absehbarer Zeit zur Eröffnung weiterer Primärversorgungszentren kommen wird.“ Die WGKK-Obfrau unterstrich weiters, dass auch die Versorgung der Kinder und Jugendlichen in den Plänen berücksichtigt wird. „Die Behandlung von akuten Fällen an den Wochenenden und Feiertagen soll in Zukunft in größeren Gruppenpraxen im niedergelassenen Bereich erfolgen.“

Um das neue Modell umsetzen und den steigenden Versorgungsbedarf decken zu können, muss die Finanzierung langfristig sichergestellt werden, unterstrich Reischl, die hinzufügte, dass die diesbezüglichen Kalkulationen im Rahmen der Planung durchgeführt werden. „Ich gehe davon aus, dass wir bald ein gemeinsames zukunftsfähiges Finanzierungsmodell in Wien auf die Beine stellen werden“, so die WGKK-Obfrau abschließend.

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