Ornig/NEOS: Stadtregierung schiebt Verantwortung für Franken-Misere ab

Ausstieg erfolgt viel zu spät, daher keine Rede von „geordnet“

Wien (OTS) - „Um Jahre zu spät will die Stadtregierung nun endlich aus den Frankenkrediten aussteigen – eine professionelle Kursanalyse und ein Risikomanagement hätte bereits 2009 das Wechselkursrisiko aufgezeigt. Doch die Stadtregierung war der Auffassung, dass sie besser im Spekulieren sei als Finanzexperten: Trotz der bereits absehbaren Millionenverluste wurden in den Jahren 2010 und 2011 weitere Frankenkredite aufgenommen. Dass sich heute die Vorsitzende des Finanzausschusses hinstellt und Verantwortung spricht, die die Stadtregierung übernimmt, ist absolut lächerlich“, erklärt NEOS Wien Finanzsprecher Markus Ornig in Reaktion auf die heutige Finanzausschusssitzung.

„Der Stadtregierung hat von Anfang an der Plan und die Kenntnis gefehlt, mit so einem Risiko zu hantieren. Die jetzt geplante kursunabhängige Umschichtung eines Teils der Kredite ist zwar sinnvoll, um das Wechselkursrisiko zu reduzieren. Eine fixe Vorgabe von 150 Millionen Euro pro Halbjahr ist aber nicht durchdacht, da so der Kurstrend vollkommen unberücksichtigt bleibt“, betont Ornig.

„Wir werden dem Ausstiegsplan im Ausschuss daher nicht zustimmen – denn abgesehen von der Planlosigkeit des Ausstiegs kommt die Einsicht der Stadtregierung viel zu spät. Wir fordern Finanzstadträtin Brauner auf, alle Zahlen auf den Tisch zu legen. Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie viel von ihrem Steuergeld von dieser Stadtregierung leichtfertig in den Sand gesetzt wurde“, schließt Ornig.

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