SP-Tanja Wehsely: „Möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn die JugendarbeiterInnen nicht da gewesen wären“

Jugendliche konnten in BasE 20 Schutz finden und wurden dort versorgt

Wien (OTS/SPW-K) - „Es ist typische FPÖ-Manier, auf jene loszugehen, die sich um ein friedliches Miteinander bemühen“, sagt die SPÖ-Gemeinderatsabgeordnete und Obfrau des Vereins Wiener Jugendzentren, Tanja Wehsely, zu den heutigen Entgleisungen des FPÖ-Gemeinderates Gerhard Haslinger. „Haslinger versucht, den Zwischenfall zu instrumentalisieren und politisches Kleingeld herauszuschlagen. Ich möchte mir aber nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn die JugendarbeiterInnen nicht da gewesen wären“, sagt Tanja Wehsely. Die Gewalttaten fanden in der Nähe des Jugendzentrums statt, einige der Jugendlichen konnten in die Einrichtung flüchten und dort Schutz finden. „Würde Haslinger sich ernsthaft mit der Jugendarbeit auseinandersetzen, würde er solche ungerechtfertigen Anschuldigungen nicht äußern“, sagt Tanja Wehsely.

Zum Protokoll des Abends =

Am Samstag, den 5. März 2016 kam es in der Nähe des Jugendtreffs BasE 20, einer Einrichtung des Vereins Wiener Jugendzentren, zu einer gewalttägigen Begegnung von zwei Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die MitarbeiterInnen des BasE 20 waren rund um den Konflikt deeskalierend tätig, alarmierten die Einsatzkräfte und leisteten Erste Hilfe.

Kurz vor 18 Uhr verließ eine Gruppe von BesucherInnen den Jugendtreff BasE 20. Zwei JugendarbeiterInnen folgten den Jugendlichen in die Durchlaufstraße zur Busstation der Linie 11A, auf der Gebäuderückseite des Jugendtreffs BasE 20. Dort traf die Gruppe auf andere, offenbar afghanischstämmige Burschen und junge Männer und es kam zu einem Streit. Die JugendarbeiterInnen versuchten zu deeskalieren und den Konflikt zu schlichten. Der Hintergrund für den Konflikt ist bis heute nicht bekannt und noch nicht aufgeklärt. Für das Team des Jugendtreffs BasE 20 war der Vorfall nicht absehbar, es gab im Vorfeld keine Anzeichen für dieses gewalttätige Zusammentreffen.

Nachdem die Situation kurzfristig deeskaliert werden konnte, kam es zu einem Angriff offenbar afghanischer Jugendlicher und junger Erwachsener auf die tschetschenische Gruppe mit Metallstangen und Messern. Die jungen Menschen mit afghanischem Migrationshintergrund sind dem Team des Jugendtreffs unbekannt. Die tschetschenischen Jugendlichen flüchteten in den Jugendtreff, die anderen in alle Richtungen. Die Verletzten wurden im BasE 20 von den JugendarbeiterInnen erstversorgt, eintreffende Angehörige wurden beruhigt. Fünf Jugendliche mussten mit der Rettung ins Krankenhaus transportiert werden. Nach Informationen der Polizei wurden sechs Verdächtige festgenommen.

Die MitarbeiterInnen des BasE 20 haben sich in dieser wahrlichen Ausnahmesituation höchst professionell verhalten, die Einsatzkräfte verständigt, die Verletzen erstversorgt und Ruhe bewahrt.
Dass es zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen kommt, ist kein neues Phänomen, stellt aber tatsächlich eine Ausnahmesituation, insbesondere in dieser Heftigkeit, dar. Im Jugendtreff gilt es in den nächsten Tagen und Wochen die tragische Situation mit den Opfern, ihren Angehörigen aber auch den zahlreichen jugendlichen ZeugInnen aufzuarbeiten.

Die Wiener Jugendzentren betonen heute einmal mehr: Jugendliche brauchen Möglichkeiten und Perspektiven. Jugendliche brauchen Anerkennung und ehrliche Beziehungs- und Gesprächsangebote. Jugendliche brauchen einen vollwertigen Platz in unserer Gesellschaft! Genau an diesen Punkten setzt unsere Arbeit und (Gewalt-)Prävention in den Wiener Jugendzentren an.

„Ich möchte mich deshalb noch einmal ausdrücklich bei den JugendarbeiterInnen für ihren Einsatz bedanken. Sie haben in dieser schwierigen Situation goldrichtig gehandelt und konnten das Schlimmste verhindern“, schließt Tanja Wehsely.

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