aktion leben: Mut zur Transparenz

Wien (OTS) - Anlässlich einer auf Unterstellungen basierenden Aussendung von „pro:woman“ bekräftigt aktion leben die zwei Forderungen ihrer Bürgerinitiative „Fakten helfen!“: Auch in Österreich soll es seriös und anonym erhobene Zahlen zu Schwangerschaftsabbrüchen geben und eine regelmäßige Erforschung der Motive. Diese Klarheit wäre dringend notwendig, um auch in Österreich ein sachgerechtes, niveauvolles Gespräch über das Thema führen zu können.

aktion leben hält an ihrer Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ fest:
Transparenz über die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche und die Gründe sind ein Ausdruck dafür, dass die Konflikte von Frauen angesichts einer ungeplanten und ungewollten Schwangerschaft wahr-und ernstgenommen werden. „Warum ausgerechnet in Österreich die anonyme Erhebung von Zahlen Frauen schaden soll, ist unverständlich“, sagt die aktion leben-Generalsekretärin.

Abspulen von ideologischen Phrasen hilft keiner Frau
aktion leben hält es für wichtig zu wissen, wie viele Abbrüche es in Österreich gibt – und zwar nicht als Momentaufnahme, sondern um Entwicklungen beobachten und entsprechende Angebote setzen zu können. Dies ist in vielen Lebensbereichen eine Selbstverständlichkeit. Nur beim Schwangerschaftsabbruch werden die Betroffenen auf ihre Autonomie verwiesen und ansonsten allein gelassen. Das Abspulen von ideologischen Phrasen hilft keiner Frau.

Achtsame Auseinandersetzung dringend nötig

Seriös erhobenes Wissen könnte zu einer differenzierteren Debatte führen. „Beim Thema Schwangerschaftskonflikt gibt es keine simplen Antworten. Das erfordert besondere Achtsamkeit in der Auseinandersetzung“, so Kronthaler. „Zum Beispiel führen häufig Ambivalenzen gegenüber dem Kinderwunsch zu unsicherer Verhütung. „Es ist daher zu kurz gegriffen, ungeplante Schwangerschaften allein auf mangelhafte Verhütung zurückzuführen, so wichtig diese auch ist“, betont Kronthaler.

Klarstellungen zu „Fakten helfen!“:

Die Statistik soll anonym von der Ärztin, dem Arzt gemacht werden, der im Rahmen der Anamnese ohnehin Basisdaten erheben muss. Die Frau, die einen Abbruch durchführen lässt, muss keine Gründe angeben und keine zusätzlichen Fragen beantworten. Sie bleibt völlig anonym.

Die wissenschaftliche Erforschung der Gründe für Abbrüche soll im Rahmen regelmäßiger wissenschaftlicher Forschungen zum Thema Familienplanung erfolgen. Die Forschung soll freiwillig und rückblickend, also keinesfalls im Schwangerschaftskonflikt selbst, stattfinden.

Eine anonyme jährliche Statistik und eine regelmäßige wissenschaftliche Motivenerforschung haben mit der Fristenregelung nichts zu tun. Es braucht lediglich eine Meldepflicht für die Ärztinnen und Ärzte, die im Ärztegesetz und im Krankenanstalten-Gesetz zu verankern wäre.

Andere Länder machen es vor

Beispiele für Statistikbögen in anderen Ländern und Forschungs-Designs hat aktion leben auf der Homepage www.fakten-helfen.at zusammengestellt. Ebenso hat der Verein 2014 die erste und bislang einzige ExpertInnen-Tagung zu diesem Thema veranstaltet. Die Tagungsdokumentation kann auf www.aktionleben.at/site/shop/broschueren bestellt werden.

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ wird am 30. Juni Gegenstand eines Hearings im Parlament sein. Die Bürgerinitiative kann weiterhin über www.fakten-helfen.at auf der Parlamentsseite unterschrieben werden.

Rückfragen & Kontakt:

aktion leben österreich
Mag. Martina Kronthaler
Generalsekretärin
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martina.kronthaler@aktionleben.at
www.aktionleben.at

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