Schwentner an Familienministerin: Bessere Rahmenbedingungen statt Wohlfühlkampagnen

Grüne fordern Rechtsanspruch auf Krippenplatz und Papamonat

Wien (OTS) - „Mit der nächsten teuren Wohlfühlkampagne wird Ministerin Karmasin nicht mehr Partnerschaftlichkeit in Familien erreichen. Ihre Aufgabe ist es, Familien jene Rahmenbedingungen zu geben, damit sich auch wirklich beide Elternteile an der Familienarbeit beteiligen und zugleich einer Erwerbsarbeit nachgehen können. Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem ersten Geburtstag und Öffnungszeiten, die auch am Land mehr als eine Teilzeitbeschäftigung möglich machen, sollten ganz oben auf der To-do-Liste der Familienministerin stehen“, fordert Judith Schwentner, Familiensprecherin der Grünen.

„Mit der Reform des Kinderbetreuungsgeldes verschenkt die Regierung eine große Chance, um Geschlechterverhältnisse in Familien nachhaltig zu beeinflussen. Väter wollen sich beteiligen. Aber sie tun es nur dann, wenn es ihren Familien finanziell nicht schadet. Solange Väter keinen Rechtsanspruch auf einen Papamonat haben und vor einer Kündigung geschützt sind, werden nur wenige ihren Arbeitsplatz gefährden“, erläutert Schwentner.

„Auch der Partnerschaftsbonus wird leider reine Oberflächenkosmetik bleiben. Die 1.000 Euro, die Paare für eine faire Aufteilung der Zeit bekommen, bedeuten einen monatlichen Anreiz von 28 Euro bis maximal 66 Euro. Mit dieser kleinen Summe kann nicht ausgeglichen werden, dass Männer in der Regel besser verdienen als Frauen. Nicht verwunderlich, dass die Ministerin gerade einmal mit drei Prozent der Paare rechnet, die davon profitieren“, sagt Schwentner.

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