Aslan zu Gewaltschutz à la Team Stronach: Pfefferspray-Aktion geht völlig am Thema vorbei

Grüne: Bewaffnung im Kampf gegen Gewalt ist der falsche Weg

Wien (OTS) - „Die heurige Frauentagsaktion des Team Stronachs, Pfefferspray an Frauen zu verteilen, ist kontraproduktiv“, kritisiert die Grüne Frauensprecherin Berivan Aslan. „Frauen einen Pfefferspray in die Hand zu drücken mit der Aufforderung, sich selbst um ihren Schutz zu kümmern, ist der falsche Weg. Weder brauchen Frauen zweifelhafte Tipps, wie sie sich in der Nacht zu verhalten haben, noch Waffen zur Aufrechterhaltung ihrer Sicherheit“, stellt Aslan fest.

„Das Team Stronach sehnt offenbar Zustände wie in den USA herbei, wo sich BürgerInnen bis auf die Zähne bewaffnen, um ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis zu stillen. Schon ein Blick auf die hohe Zahl an Schusswaffenopfer in den USA muss eine Warnung sein, dass wir diese Verhältnisse in Europa nicht brauchen“, sagt Aslan.

Die Aufgabe, die öffentliche Sicherheit zu gewähren, liegt in den Händen der Polizei. Zu behaupten, die Polizei würde diese Aufgabe grundsätzlich nicht erfüllen, ist billiger Populismus. „An der Realität in Sachen Gewalt gegen Frauen wird diese irrige Aktion jedenfalls nichts ändern. Die überwiegende Zahl der Übergriffe gegen Frauen und Kinder findet im sozialen Umfeld statt“, stellt Aslan fest. Hier sei der Waffengebrauch als Schutzmaßnahme noch einmal weniger hilfreich. Zudem könnten durch den Gebrauch von Pfefferspray unter Umständen auch rechtliche Konsequenzen für die AnwenderInnen entstehen. „Wer Pfefferspray einsetzt, obwohl keine Notwehrsituation vorliegt oder wer ‚das notwendige Maß der Verteidigung‘ überschreitet, macht sich unter Umständen strafbar“, warnt Aslan.

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