„Duell in der Wildnis“: Dritter Teil der „Universum“-Serie „Auf der Lauer – Die unglaublichen Strategien der Tiere“

Am 8. März um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Blätter, die rascheln, wenn der vorbeischleichende Schimpanse anstreift, trockene Zweige, die knacken, wenn der Tiger versehentlich drauftritt, Bäume, die beim Anpirschen die Sicht verstellen – das alles sind Herausforderungen, die meistern muss, wer im Dickicht auf die Jagd gehen will. „Duell in der Wildnis“, der dritte, von Jonnie Hughes gestaltete Teil der neuen „Universum“-Reihe „Auf der Lauer – Die unglaublichen Strategien der Tiere“ (deutsche Bearbeitung: Jutta Karger), zeigt am Dienstag, dem 8. März 2016, um 20.15 Uhr in ORF 2, welches Jagdverhalten in tropischen Regenwäldern, in den verschneiten Nadelwäldern des Nordens oder in den Laubwäldern der gemäßigten Zonen zum Erfolg führt. Der vierte Teil des BBC-Siebenteilers – „Jagd in der Tiefe“ – steht am Dienstag, dem 22. März, um 20.15 Uhr in ORF 2 auf dem „Universum“-Programm.

Der Fichtenmarder ist in Nordamerika zu Hause. Wenn dichter Schneefall im Winter die Geräusche verschluckt und den Wald in eine weiße Decke hüllt, scheint alles Leben zur Ruhe zu kommen. Doch das täuscht: Unter der Schneedecke, in einem verzweigten Tunnelsystem, gehen beispielsweise Mäuse weiterhin ihren Geschäften nach. Günstig für den Fichtenmarder: Er jagt hauptsächlich kleine Nagetiere, und weil auch er klein und schlank ist, passt er durch die schmalen Gänge, in denen sich die Mäuse bewegen. Er muss nur den richtigen finden und schnell genug sein. Schimpansen ernähren sich überwiegend vegetarisch. Gelegentlich gehen sie aber doch auf die Jagd. Die Beutetiere, auf die sie es abgesehen haben – Stummelaffen – sind allerdings leichter und können gefahrlos höher in die Baumkronen hinaufklettern als die Schimpansen. Um erfolgreich zu sein, organisieren die Schimpansen eine Treibjagd, bei der die verschiedenen Aufgaben unter ihnen verteilt sind. Ein erfahrenes Männchen bestimmt die Position, wo die Beute in die Falle gehen soll, andere betätigen sich als Treiber oder sichern die Flanken. War die Jagd erfolgreich, so schlägt sich das Teamwork auch in der Verteilung der Beute nieder: Wer nicht mitgeholfen hat, der bekommt auch nichts.

Tiger sind in der Regel Einzelgänger. Das lautlose Anschleichen im asiatischen Urwald ist aber für eine bis zu 200 Kilogramm schwere Großkatze nicht einfach. Tigerjunge brauchen viele Monate, bis sie die Feinheiten im Auftreten beherrschen. Durch die Streifenzeichnung ihres Fells sind sie im Unterholz gut getarnt, dennoch endet ihre Jagd meistens mit einem Misserfolg. Ihre Hauptbeute, Hirsche, leben oft im Verband mit Affenfamilien – zum gegenseitigen Nutzen. Da gibt es viele wachsame Augen- und Ohren-Paare. Ein erfahrener Tiger versteht jedoch, sich sogar das Wetter zunutze zu machen: Wenn es blitzt, verharrt er regungslos, der darauffolgende Donner übertönt aber sein rasches Näherkommen. Und wenn der Tiger die Windrichtung mit einkalkuliert, kann er sich unentdeckt in Position bringen. Die erfolgreichsten Jäger im Wald sind zugleich die kleinsten:
Wanderameisen. Ihre geringe Größe machen sie durch ihre große Anzahl wett: Ein Heer von Hunderttausenden Individuen zieht in einer breiten Front über Stock und Stein und ist so in der Lage, viel größere Insekten und sogar kleine Wirbeltiere zu erbeuten. Das Teamwork bewährt sich ganz besonders, wenn sie die Nester anderer Ameisen plündern, die selbst in großer Zahl zur Verteidigung antreten.

Teil drei der „Universum“-Reihe „Auf der Lauer – Die unglaublichen Strategien der Tiere“ über Jagderfolg und -misserfolg in der Tierwelt führt in die Wildnis der Wälder und zeigt in eindrucksvollen Bildern die ausgefeilten Strategien der Jäger, die im Blätterdach oder auf dem Waldboden ihre Nahrung erbeuten müssen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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