Korun zum EU-Asyl-Gipfel: Pferd nicht von hinten aufzäumen

Grüne: Westbalkanroute wird erst Vergangenheit angehören, wenn Schutzsuchende in EU-Erstaufnahmelagern aufgenommen und verteilt werden

Wien (OTS) - „Wer den Druck auf der Westbalkanroute reduzieren möchte, muss endlich sichere Fluchtwege in die EU schaffen“, sagt Alev Korun, Vorsitzende des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses. "Man kann natürlich alles auf einem Gipfel beschließen, auch dass es im Juli schneien wird. Die Westbalkanroute wird erst dann der Vergangenheit angehören, wenn Schutzsuchende in menschenwürdigen EU-Erstaufnahmelagern in Griechenland, Italien und wo sie sonst in der EU ankommen, aufgenommen und anschließend rasch auf alle EU-Länder aufgeteilt werden“, sagt Korun.

Die Grüne Nationalratsabgeordnete hat sich am Wochenende die Lage direkt an der griechisch-mazedonischen Grenze angeschaut: "Mit sicheren Fluchtwegen wären Schutzsuchende weder bezahlten Schleppern ausgeliefert, noch gezwungen, tausende Kilometer mit Kind, Hab und Gut großteils zu Fuß zurückzulegen, um Schutz in einem sicheren EU-Land zu erreichen. Weitere nationale Grenzschließungen oder die Fortsetzung der jetzigen Situation mit nationalen Alleingängen werden die derzeitige Flucht-Route nur in andere Länder und Gebiete in Europa verlegen, egal was man zu einer angeblichen 'Schließung' der Route sagt. Daher echte gemeinsame Lösungen anstreben statt bloß Sprüche klopfen", schließt Korun.

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