Frauentag – Aktion der Frauensprecherinnen mit Nationalratspräsidentin Bures: „Gemeinsam gegen Gewalt“

Foto-Aktion im Parlament mit Doris Bures, Gisela Wurm, Dorothea Schittenhelm, Carmen Schimanek, Berivan Aslan und Claudia Gamon

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März setzen die Frauensprecherinnen von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und Neos sowie Nationalratspräsidentin Doris Bures ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Gewalttätige sexuelle Übergriffe auf Frauen im öffentlichen Raum sowie die sehr hohe Zahl von Opfern häuslicher Gewalt nehmen die Parlamentspräsidentin sowie die Abgeordneten Gisela Wurm (SPÖ), Dorothea Schittenhelm (ÖVP), Carmen Schimanek (FPÖ), Berivan Aslan (Grüne) und Claudia Gamon (Neos) zum Anlass, in einer gemeinsamen Aktion auf das Problem hinzuweisen, gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt aufzutreten und Respekt für Frauen einzufordern. „Gewalt gegen Frauen - in welcher Form sie auch immer auftritt - ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Menschenrechtsverletzung. Sie muss auf das Entschiedenste verurteilt und bekämpft werden - immer und überall!“, betont Nationalratspräsidentin Doris Bures.
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„Übergriffe wie in Köln sind streng zu bestrafen – egal welcher sozialen oder ethnischen Herkunft der/die Täter sind“, bekräftigt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm, die als Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses die Aktion initiiert hat. Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse zeigt sich für Wurm, wie wichtig und richtig die Verschärfung des Sexualstrafrechts war, die letztes Jahr im Parlament beschlossen wurde. Mit der Verankerung unerwünschter Berührungen im Strafrecht habe Österreich eine Vorreiterrolle; auch in Deutschland werde jetzt eine ähnliche Reform diskutiert. Nicht vergessen dürfe man auch, dass jede fünfte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer häuslicher Gewalt wird. Auch hier muss die Gesellschaft noch stärker sensibilisiert werden und es muss ausreichend Unterstützungsangebote geben. „Für uns gilt: Gegen sexualisierte Gewalt. Immer. Überall. Ausnahmslos.“

ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm sieht den Internationalen Frauentag am 8. März als „wichtiges Datum, das wir gerade in diesem Jahr besonders hervorheben wollen“. Aktuell sei es natürlich auch die Situation der Frauen im Rahmen der aktuellen Flüchtlingswelle, die man beleuchten müsse, so Schittenhelm. „Die Flüchtlingsfrage beschäftigt derzeit ganz Europa. Wir wissen, dass auch viele Frauen und Mädchen unterwegs sind auf der Suche nach einem besseren, sichereren Leben.“

Darüber hinaus dürfe jedoch die Situation von Frauen unabhängig von ihrer Herkunft und ihren derzeitigen Lebensumständen nicht vergessen werden. „Das Gebot der Stunde ist: Respekt und Sicherheit für Frauen! Auch in Österreich sind Frauen immer noch häuslicher Gewalt ausgesetzt. Hier haben wir Aufklärungs- und Handlungsbedarf“, betont die ÖVP-Abgeordnete und weist darauf hin, dass es außerdem in vielen anderen Lebensbereichen von Frauen noch einiges zu tun gebe. „Handlungsbedarf gibt es vor allem auch beim Einkommen wie der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofes zeigt. Chancengleichheit ist nach wie vor nicht für alle Frauen umgesetzt.“

FPÖ-Frauensprecherin Carmen Schimanek zeigt sich „schockiert über die große Anzahl an tragischen Vorfällen, die sich seit Anfang des Jahres ereignet hat: Es darf nicht sein, dass Frauen in Österreich in ständiger Angst leben müssen und sich alleine nicht mehr auf die Straße trauen. Es wäre außerdem fatal, wenn man die offensichtlichen Zusammenhänge mit der derzeitigen Einwanderungswelle wegzuleugnen versucht. Hier besteht dringender Handlungsbedarf um diesen Menschen einen respektvollen Umgang mit zu vermitteln."

Die Grüne Frauensprecherin Berivan Aslan sieht „Gewalt gegen Frauen als eines der größten Probleme in unserer Gesellschaft. Opfern von (sexueller) Gewalt hilft nicht die Skandalisierung ihrer Erfahrungen in den Medien, sondern solide psychologische Betreuung und ein Rechtssystem, das ihre Erfahrungen ernst nimmt und ahndet. Mit der Novelle des Sexualstrafrechts im Jahr 2015 haben wir es geschafft, dass sexuelle Belästigung zielgenauer geahndet werden kann. Ein echter Fortschritt“, betont die Grünen-Abgeordnete.

„Die körperliche und sexuelle Integrität von Frauen ist unantastbar“, unterstreicht auch Claudia Gamon, Frauensprecherin der Neos. „Seit Frauen für ihre Selbstbestimmung kämpfen, wird an dieser Säule unserer Gesellschaft immer wieder gerüttelt.“ Deshalb müsse die Gesellschaft hart daran arbeiten, dass dieser fundamentale Wert zur Selbstverständlichkeit wird. „Deswegen treten wir am heutigen Frauentag für die sexuelle Selbstbestimmung der Frau und für die Freiheit aller ein.“

SERVICE: Ein Foto der gemeinsamen Aktion steht auf
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