Internationaler Frauentag: Frauen sind nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt

PRO-GE-Frauen fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit, leistbare Kinderbetreuungseinrichtungen und bessere Absicherung Alleinerziehender

Wien (OTS) - „Beruf und Familie zu vereinbaren ist nicht einfach. Vor allem bekommen das Frauen zu spüren“, erklärt Klaudia Frieben, gf. Bundesfrauenvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE). Auch wenn es Verbesserungen gegeben habe, so seien Frauen nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt. „Nur ein paar Beispiele: Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit ist noch lange nicht Realität, Alleinerziehende sind besonders stark armutsgefährdet und ältere Frauen sind überproportional oft arbeitslos“, so Frieben.++++

Aus diesem Grund wäre eine frühzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters das völlig falsche Signal. „Der einzige Effekt wäre, dass die Arbeitslosenzahlen noch weiter steigen“, ist die Frauenvorsitzende überzeugt. „Tatsächlich helfen würde endlich gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, flächendeckend leistbare Kinderbetreuungseinrichtungen, die den Anforderungen der Arbeitswelt angepasst sind, mindestens 1.500 Euro Lohn in allen Branchen, ein bezahltes Papamonat und die bessere Absicherung Alleinerziehender“, erklärt Frieben. Letzteres wäre z. B. durch das Schließen von Gesetzeslücken etwa im Unterhaltsvorschussgesetz zu erreichen, oder indem AlleinerzieherInnen beim neuen Kinderbetreuungsgeldkonto nicht bestraft werden.
Auch wenn es einige Verbesserungen wie die Anhebung der Negativsteuer von 110 Euro auf 400 Euro pro Jahr, das Informationsrecht für Teilzeitbeschäftigte über im Unternehmen angebotene Vollzeitarbeitsplätze, dem Kündigungsschutz nach einer Fehlgeburt oder den Karenzanspruch für Pflegeeltern ohne Adoptionsabsicht, gegeben hat, so bleibe noch viel zu tun. Der Internationale Frauentag bietet Anlass, auf die wichtigen Themen der Gleichstellung und Chancengleichheit hinzuweisen. „Die Anliegen der Frauen müssten gleichzeitig jene der ganzen Gesellschaft sein. Schließlich profitieren wir alle von einer Gesellschaft ohne strukturelle Benachteiligungen“, erklärt Frieben.

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Helga Oberleitner
PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
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