Allianz Geldstudie: Frauen verdienen 900 Euro zu wenig für ein gutes Leben

69 % der Frauen blicken pessimistisch in finanzielle Zukunft - Jede sechste Frau informiert sich nicht über Geld

Wien (OTS) - „Neun von zehn Frauen halten ihr Einkommen für niedrig oder bestenfalls durchschnittlich, sind aber in ihren finanziellen Ansprüchen deutlich bescheidener als die Männer“, kommentiert Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse einer Allianz Studie, die sich mit den Einstellungen und Perspektiven der Frauen rund um das Thema Geld beschäftigt.

Hohe Unzufriedenheit mit Einkommen und wenig Optimismus

Wie die Befragung zeigt, sind Frauen mit ihrem aktuellen persönlichen Monatseinkommen deutlich unzufrieden: Keine einzige Frau gibt an, über ein sehr hohes Nettoeinkommen zu verfügen. Ganz im Gegenteil:
Lediglich 8 Prozent der befragten Frauen schätzen ihr Einkommen als hoch ein, mehr als jede dritte Befragte als „durchschnittlich“. Mehr als die Hälfte der Frauen definiert ihr Einkommen als „sehr niedrig“ (17 Prozent) beziehungsweise „eher niedrig“ (38 Prozent). Und auch beim Blick in die Zukunft erscheinen die Befragten nicht besonders optimistisch: 69 Prozent glauben, dass sie in fünf Jahren nicht mehr Geld als heute zur Verfügung haben werden. Mehr als drei Viertel der befragten Frauen sind außerdem davon überzeugt, dass es für sie in fünf Jahren nicht einfacher sein wird als heute, Vermögen zu schaffen.

Jede sechste Frau gibt an, sich überhaupt nicht über Geld zu informieren. „Wenn das Thema Geld aufkommt, wenden sich Frauen am ehesten an ihren Partner, die Familie und Freunde“, so Bruckner. 24 Prozent der Frauen haben kein Vorbild in Sachen Geld verdienen, 14 Prozent orientieren sich an den Eltern, während Männer eher von einem Reichtum à la Didi Mateschitz träumen.

„Gutes Leben“ beginnt für Frauen bei rund 2.400 Euro im Monat

Laut Zahlen der Statistik Austria verfügen Frauen im Mittel über ein Nettomonatseinkommen von 1.490 Euro. Um ein „gutes Leben“ führen zu können, würden sie der Umfrage zufolge aber etwa 900 Euro mehr benötigen, nämlich 2.374 Euro. Damit zeigen sie sich aber noch immer deutlich bescheidener als Männer, für die ein guter Lebensstandard ab 3.492 Euro monatlich beginnt. Auch wenn es um die Frage geht, ab wann man sich als reich einschätzen würde, geben die befragten Herren deutlich höhere Werte an: 19 Prozent von ihnen würden sich erst ab einem monatlichen Einkommen von über 10.000 Euro als reich einschätzen. Bei den österreichischen Frauen sind es hingegen nur neun Prozent. Hätten Frauen die Möglichkeit, mehr Geld auszugeben, würden 44 Prozent dieses für Kleidung und Schuhe „opfern“. Auch für Friseur- und Kosmetikbesuche, Schmuck und Urlaub hätten die Damen hierzulande gerne mehr zur Verfügung. Annähernd gleichwertig für Frauen und Männer sind Ausgaben für Restaurantbesuche und das heimische Domizil.

„Reichtum kann man nicht nur in Geld bemessen“

Frauen geben eher als Männer an, dass Reichtum nicht mit Geld oder Materiellem bemessen werden kann. Mehr als drei Viertel gehen außerdem davon aus, dass man die besten Dinge im Leben nicht für Geld bekomme. So glauben Frauen beispielsweise auch eher als Männer, dass Geld nicht ausschlaggebend für die Anzahl an Freunden ist. Der Aussage „Geld regiert die Welt“ stimmen dennoch 86 Prozent der befragten Österreicherinnen zu.

„Die aktuelle Umfrage zeigt eine deutliche Unzufriedenheit vieler Frauen mit ihrer Geld- und Vermögenssituation – zugleich werden aber die Instrumente zur privaten Vorsorge nicht entsprechend berücksichtigt: In Österreich liegen mehr als vierzig Prozent des Finanzvermögens der österreichischen Haushalte in Bankeinlagen oder unter dem Kopfpolster – es ist höchste Zeit, dass die Weichen neu gestellt werden“, erklärt Bruckner. „Es wird auch für Frauen – unabhängig von ihrem Familienstand – immer wichtiger, sich aktiv um ihre finanzielle Vorsorge zu kümmern. Denn: Die durchschnittliche österreichische Frau hat zum Pensionsantritt noch rund 27 Lebensjahre vor sich“, so Bruckner abschließend.

Die Umfrage „Die Österreicherinnen und Österreicher und ihr Geld“ wurde 2015 in Form einer Online-Befragung vom GfK-Institut durchgeführt. Befragt wurden – repräsentativ für ganz Österreich – 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren.

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Foto: Martin Bruckner (© Allianz) – Abdruck honorarfrei Pressemeldung als PDF
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