Filmfonds Wien resümiert zum Förderjahr 2015

Rekordzahlen und positive Entwicklungen am Filmstandort Wien

Wien (OTS) - Der Filmfonds Wien unterstützte im Jahr 2015 mit der Rekordfördersumme von 12,5 Millionen Euro 157 Projekte aus den Bereichen Kinofilm, Fernsehfilm, Verwertung, Infrastruktur und Programmkino – das ist eine knappe Million Euro mehr als im Vorjahr. Allein für die Produktion von etwa 60 Kino- und Fernsehfilmen wurden Mittel von über 10 Millionen Euro zugesagt. Der Wien-Effekt der geförderten Kinofilm-Produktionen war mit 439 Prozent außergewöhnlich hoch: Jeder Förder-Euro bringt der Wiener Filmwirtschaft Investitionen in mehr als vierfacher Höhe.

„Die stabile Unterstützung durch die Wiener Filmförderung trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung des lokalen Filmschaffens bei, was sich in den anhaltenden Erfolgen niederschlägt. Besonders erfreulich ist die Steigerung der Kinobesuche, die beweist, dass die Filme auch ihr Publikum finden“, so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

„Die Bilanz des Filmjahres 2015 kann sich sehen lassen: 25 Kinostarts, 600.000 verkaufte Tickets, anhaltende internationale Festivalpräsenz, ausgezeichnete Erst- und Zweitfilme. In Zeiten verstärkten Wettbewerbsdrucks werten wir diese Ergebnisse als positiv“, bilanziert Geschäftsführerin Gerlinde Seitner.

Eindeutiges Zugpferd für den vergleichsweise hohen Marktanteil österreichischer Filme war die vierte Verfilmung eines Wolf-Haas-Romans, die Krimikomödie DAS EWIGE LEBEN. Mit über 280.000 verkauften Kinokarten schnitt sie als drittstärkster deutschsprachiger Kinofilm ab. Einen erfolgreichen Start schaffte der deutsch-österreichische Kinderfilm HILFE, ICH HAB MEINE LEHRERIN geschrumpft, für den an den beiden Startwochenenden fast 70.000 Tickets verkauft wurden. Besonders erfreulich ist dies aufgrund des hohen Anteils an visuellen Effekten, der von StudentInnen und AbsolventInnen der Wiener Filmakademie eingebracht wurde.

Künstlerisch sorgte der Filmnachwuchs für Schlagzeilen. So gelang dem Regie-Duo Severin Fiala und Veronika Franz mit ihrem 2014 in Venedig gestarteten Spielfilm-Erstling ICH SEH ICH SEH auch international der Durchbruch. Der von der Wiener Ulrich Seidl Film produzierte Arthouse-Horror schlug in den USA besondere Wellen und spielte eine beachtliche Summe ein. Weitere Erst- und Zweitfilme wurden international ausgezeichnet, so etwa MA FOLIE von Andrina Mračnikar, THANK YOU FOR BOMBING von Barbara Eder, BEAUTIFUL GIRL von Dominik Hartl und GRUBER GEHT von Marie Kreutzer.

Als Produktionsstandort entwickelt sich Wien positiv: Die Förderungen lösen Investitionen von über 50 Millionen Euro aus, was dem Aufbau von Filmschaffenden, der kontinuierlichen Beschäftigung und der Auslastung der Infrastruktur in der Stadt zugutekommt. Eine Reihe von Kinofilmen wie WILDE MAUS oder MEIN FLEISCH UND BLUT wurden überwiegend in Wien gedreht, wie auch die Fernsehspielfilme KÄSTNER UND DER KLEINE DIENSTAG, KLEINE GROSSE STIMME oder SEIT DU DA BIST.

Um die hohen Wien-Effekte im TV-Bereich weiterhin zu gewährleisten und Akzente in puncto Gleichstellung zu setzen, wurden die Förderrichtlinien Ende des Jahres in einigen zentralen Punkten überarbeitet.

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