Korosec: Keine Bestrafung von Alterspensionisten

Vorgesehene Pensions-Kürzung bei Zuverdienst ist leistungsfeindlich

Wien (OTS) - „Eine Bestrafung der Alterspensionistinnen und Alterspensionisten ist nicht akzeptabel“, sagte Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes, zu den Plänen der Bundesregierung im neuen Pensionspaket.

Vorgesehen ist, dass für einen Zeitraum von drei Jahren nach Erreichen des Regelpensionsalters (60 bis 63 Jahren bei Frauen, 65 bis 68 Jahren bei Männern) für Personen, die ihre Pension beziehen und parallel dazu ein Erwerbseinkommen erzielen, ein Anrechnungsmodell eintreten soll. Wer zusätzlich zu seiner Alterspension ein Einkommen erzielt, das über den Ausgleichszulagenrichtsatz hinausgeht, bei dem wird die Hälfte dieses Betrages bis maximal zur Höhe der Hälfte der Pension auf diese angerechnet.

Ein Beispiel: Bei einer Pension von 2.500 Euro und einem Erwerbseinkommen von 1.500 Euro (Gesamteinkommen 4.000 Euro) würde dies folgendes bedeuten: Die Hälfte des Erwerbseinkommens, d.h. 750 Euro unterliegt der Anrechnung, die Pension wird daher auf 1.750 Euro gekürzt. Das Gesamteinkommen beträgt danach nur mehr 3.250 Euro (alle Zahlen in brutto).

Korosec: „Mich hat bereits eine große Welle des Protests erreicht, viele Betroffene haben mich persönlich angesprochen, angerufen oder ein E-Mail geschickt. Der Tenor ist immer der gleiche: Unverständnis, dass Arbeiten nachdem Regelpensionsalter bestraft werden soll. Für mich ist klar: Diese Kürzungsregelung darf nicht kommen, dafür werde ich kämpfen im Interesse aller leistungsbereiten Seniorinnen und Senioren“.

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