Sima: Stollenneubau zur Wasserversorgung Wiens erfolgreich abgeschlossen

Neubau an der II. Wiener Hochquellleitung wurde auf Grund von Hangbewegungen notwendig.

Wien (OTS) - Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit wurde der 1,1 km lange Ersatzstollen „Neubrucker Lehnenstollen“ bei Scheibbs in Niederösterreich fertiggestellt. Bevor heute der Anschluss des neuen Stollens an die II. Wiener Hochquellenleitung erfolgt, machte sich Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, persönlich einen Eindruck vor Ort: „Die II. Wiener Hochquellenleitung ist eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt und versorgt die Wiener Bevölkerung mit frischem Wasser bester Güte und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur hohen Lebensqualität. Der Projektumfang ist ebenso beeindruckend wie die rasche und planmäßige Umsetzung, die Wasserversorgung für die Wienerinnen und Wiener ist auf Jahrzehnte hin gesichert“. Irreparable Schäden am ursprünglichen Stollen, verursacht durch natürliche Hangbewegungen während der vergangenen Jahrzehnte, machten den Neubau notwendig. Nach der Fertigstellung und der Aufnahme des Normalbetriebs, werden täglich rund 217.000 m³ Wasser durch den neuen Stollen nach Wien strömen.

Beeindruckende Projektdimensionen

Der neue Stollen beginnt am längsten Aquädukt der Hochquellenleitung in Neubruck bei Scheibbs, und läuft tief in den Wolfsgrubkogel hinein, wo er mit der ursprünglichen Leitung zusammentrifft. Insgesamt wurden für den rund 1 km langen Stollen 20.000 m³ Ausbruchmaterial ausgehoben und 6.000 m³ Spritzbeton zur Stabilisierung aufgetragen. Die Innenschale mit einem Durchmesser von 2,4 m besteht aus 3.500 m³ Beton. Die Gesamtbaukosten betragen 17 Millionen Euro.

In 36 Stunden von der Steiermark nach Wien

Die Eingemeindung der Wiener Vororte in den Jahren 1890 bis 1892 führte zu Versorgungsschwierigkeiten mit Trinkwasser. So erfolgte im Jahr 1900 die Grundsteinlegung für die II. Hochquellenleitung. Bis zu 10.000 Arbeiter waren mit dem Bau der über 180 km langen Wasserleitung von den Quellen im steirischen Salzatal im Hochschwabgebiet bis nach Wien beschäftigt. Die Fließzeit des Wassers beträgt etwa 36 Stunden. Am 2. Dezember 1910 wurde die II. Hochquellenleitung durch Kaiser Franz Joseph I. im Festsaal des Wiener Rathauses eröffnet. Aus diesem Anlass wurden die beiden Springbrunnen im Rathauspark erstmals mit Hochquellenwasser betrieben.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

Stefan Fischer
Mediensprecher StRin Ulli Sima
Tel. 01/4000 81 359
Mobil: 0676/8118 81 359
stefan.fischer.sf1@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0009