FSG-Wahlauftakt – Bundespräsidentschaftskandidat Hundstorfer: „Wollen keine neuen Gräben in der Gesellschaft“

FSG-FunktionärInnen unterstützen Präsidentschaftskandidat Hundstorfer – „Möchte Präsident sein, der sich zu Wort meldet“ – Katzian: „Brauchen soziales Gewissen an Spitze des Staates“

Wien (OTS/SK) - Beim Auftakt zur Bundespräsidentschaftswahl der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im Catamaran in Wien hat Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer deutlich gemacht, dass eines seiner Hauptmotive für seine Kandidatur die Bewahrung des sozialen Fundaments in Österreich sei, während andere lieber Gräben bauen. „So ein Graben in der Gesellschaft ist schnell gebaut, aber in Wahrheit wollen wir keine neuen Gräben, sondern bestehende zuschütten und Brücken bauen. Wir sollten uns darum bemühen, dass die Gesellschaft zusammenrückt und zusammenhält“, führte Hundstorfer unter tosendem Applaus aus. Unter dem Motto „GewerkschafterInnen für Rudi“ waren rund 400 FunktionärInnen zum Wahlauftakt gekommen, um Rudolf Hundstorfer ihre Unterstützung für den Wahlkampf zu signalisieren. Prominente TeilnehmerInnen waren unter anderem Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, ÖGB-Präsident Erich Foglar und seine Stellvertreterin Renate Anderl sowie Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske. ****

Für Hundstorfer ist der Sozialstaat „ganz, ganz wichtig. Diesen Sozialstaat möchte ich nicht Populisten überlassen“. Vor allem der FPÖ-Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl habe schon angekündigt, als erste Amtshandlung die Regierung entlassen zu wollen, was das Land in die Instabilität führen würde. Populisten hätten es wahnsinnig einfach, sagte Hundstorfer, während die Sozialdemokratie die kompliziertere Antwort gebe und Wege aufzeige statt auszuschließen. „Das ist der richtige Weg.“ In Richtung der anderen BundespräsidentschaftskandidatInnen sagte Hundstorfer, dass er niemandem das Land überlassen möchte, der Schwarz-Blau als „kleine Episode“ empfinde und auch keiner Person, die als ihr größtes Plus das „unpolitisch Sein“ bezeichnet. „Eine Demokratie braucht Bekenntnis und eine gewisse Deklaration, davon lebt sie.“ Des Weiteren geniere sich Hundstorfer nicht dafür, der SPÖ beigetreten zu sein, wie das „Herr Van der Bellen macht, der sich täglich weiter von seiner grünen Vergangenheit verabschiedet“.

„Ich möchte darauf aufbauen, was ich bisher im Leben getan habe“, sagte Hundstorfer: „Das Miteinander und das Gemeinsame war immer im Mittelpunkt, nie vergessend, wo man herkommt. Ich möchte auch ein Bundespräsident sein, der sich zu Wort meldet, wenn sich Dinge auseinanderentwickeln“, so Hundstorfer, der damit insbesondere Entwicklungen im solidarischen Sozialsystem ansprach. Gerade die FPÖ sei „größte Hüterin des Kapitals“ und habe viele Beschlüsse in Sachen Vermögensbesteuerung nicht mitgetragen, erinnerte Hundstorfer. „Was der Populist in Wahrheit will, ist, das Kapital zu schützen - und die ‚Kleinen‘ sollen zahlen.“

52 Tage vor dem Wahltermin erbat sich Hundstorfer die tatkräftige Unterstützung der FSG-FunktionärInnen: „Ohne euch geht’s nicht, ich brauche eure Energie und Überzeugungsarbeit.“ Rudolf Hundstorfer dankte der FSG für ihre Unterstützung, die für ihn entscheidend war, „ja“ zur Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten zu sagen.

FSG-Vorsitzender Katzian eröffnete den Wahlauftakt mit den Worten:
„Unser Land ist deswegen so lebenswert, weil wir unsere Demokratie erhalten und weiterentwickeln. Da braucht es an der Spitze des Staates keine Hetzer, Spalter oder Spaßvögel, sondern eine Identifikationsfigur, die gemeinsam mit der Gesellschaft auch größte Herausforderungen bewältigen kann. Unser Kandidat heißt Rudolf Hundstorfer“, sagte Katzian unter tosendem Applaus. „Wir brauchen einen Mann mit Erfahrung an der Spitze des Staates, der bewiesen hat, dass er nicht in der Versenkung verschwindet, wenn es eng wird. Der ein soziales Gewissen an der Spitze des Staates ist, und auf den sich die Menschen verlassen können.“ Katzian betonte, dass „Rudi Wege in schwierigen Situationen findet. Er spricht unsere Sprache und kennt die Sorgen und Anliegen der ArbeitnehmerInnen“. FSG-Bundesgeschäftsführer Willi Mernyi unterstrich, dass „Rudi für Miteinander statt Gegeneinander steht“. (Schluss) bj

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