Nepp: Franken-Ausstiegsszenario von Brauner ist mehr als halbherzig

Wiener FPÖ verlangt sofortige Konvertierung

Wien (OTS) - Auch wenn die Wiener SPÖ endlich auf FPÖ-Linie einschwenkt und die Schweizer Franken-Kredite nun konvertieren möchte, ist es - so wie es die SPÖ nun vorschlägt - trotzdem nur eine halbe Sache. „Das Papier ist enttäuschend und dilettantisch“, kritisiert der freiheitliche Klubchef im Wiener Rathaus, Dominik Nepp.

Entsprechend kann der Vorschlag ja nur als Witz gesehen werden. Wie soll durch einen langfristigen Ausstieg aus dem CHF gewährleistet sein, dass der langfristige Vorteil der CHF-Finanzierung erhalten bleiben soll, fragt Nepp. Das könne nur durch ein sofortiges Absichern der CHF-Position geschehen. Da aber von günstigen und ungünstigen möglichen Kursverläufen für das CHF-Portfolio gesprochen wird, ist eine Absicherung jedenfalls nicht der Plan der SPÖ. Eine geordnete Strategie mit einem funktionierenden Risikomanagementsystem sieht in der internationalen Finanzwelt jedenfalls anders aus!“

Darüber hinaus ist stark zu bezweifeln, dass es einen finanziellen Vorteil aus dem CHF-Abenteuer gegeben hat. Wie diese - von der SPÖ genannten - angeblichen 238 Mio. EUR zustande kommen, wurde nie offengelegt. Zusätzlich dazu variieren diese Zahlen ja auch noch ständig um mehrere Millionen EUR in den Aussagen der einzelnen SPÖ Vertreter, sodass nicht nur die FPÖ Wien sondern auch internationale Großbanken diese Zahl als realitätsfern ansehen.

Die Konvertierung noch in dieser Periode umsetzen zu wollen ist zwar ein guter Ansatz aber leider ist die Zeitdauer dafür viel zu lange. Zudem bedeutet das, dass die SPÖ mit dem Steuergeld eine volle Legislaturperiode weiter spekulieren wird. „Die derzeitig günstigen Rahmenbedingungen für einen intelligenten Ausstieg aus dem CHF werden wieder einmal nicht genützt“, sagt Nepp, der abschließend an die freiheitliche Forderung einer sofortigen und kompletten Konvertierung erinnert. (Schluss)

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