Lehrlingsausbildung am Weg ins 21. Jahrhundert

Lehrabschlussprüfung-Neu für den Handel bringt Verbesserung. E-Commerce Modul muss noch in der Ausbildung verankert werden, um den Markt-Anforderungen gerecht zu werden

Wien (OTS) - Der Handelsverband begrüßt die neuen Vorgaben für die Lehrlingsausbildung. Ein erhöhter Praxisbezug, der verstärkte Fokus auf persönliche und soziale Kompetenzen sowie überarbeitete Arbeitsmaterialien zielen in die richtige Richtung ab.

„Der erste Schritt ist gemacht, nun muss darauf aufbauend, auch auf den Wandel im Handel reagiert werden. Die Digitalisierung betrifft jeden Erwerbstätigen im Einzelhandel. Deshalb fordern wir schon lange die bestehenden 15 Schwerpunkte um ein E-Commerce Modul zu ergänzen. Nur so werden die jungen Menschen bestmöglich auf die herausfordernden Aufgaben vorbereitet“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Die Handelsunternehmen haben schon jetzt einen erhöhten Bedarf an Mitarbeitern mit entsprechenden Kenntnissen, der derzeit aber auf Grund veralteter Ausbildungsinhalte nicht gedeckt werden kann.

„Professionelle Mitarbeiter im Online-Handel sind rar und werden von unserem Unternehmen laufend gesucht. Daher begrüßen wir, die Mercateo, als Europas größte online B2B Beschaffungsplattform, eine praxisorientierte Ausbildung im Bereich E-Commerce“, so Christoph von Lattorff, Country Manager der Mercateo Austria GmbH.

„Den Lehrlingen digitale Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen und eine E-Learning Plattform einzurichten, sind wichtige erste Schritte. Angewandtes blended learning ist eine gute Basis, es müssen aber zukünftig auch die richtigen Inhalte vermittelt werden. Dies geht nur durch Verankerung eines eigenen E-Commerce Moduls im Lehrplan, um den heterogenen, digitalen Anforderungen – die sowohl stationäre Händler als auch Omnichannel-Händler und Online-Pure-Player an die Mitarbeiter stellen, gerecht zu werden“, betont Rainer Will die Dringlichkeit einer weiteren Adaptierung des Lehrangebots.

„Der digitale Urknall ist schon passé, aber Österreich hat noch die Chance mit einem geeigneten Lehrangebot Vorreiter zu sein. Denn klar ist, die österreichischen Händler sind nur so gut wie ihre Mitarbeiter. Investitionen in die Ausbildung der Handelsangestellten sind eine Investition in die Zukunft des Standortes Österreich und das beste Mittel für eine hohe Beschäftigungsquote“, so Harald Gutschi, Geschäftsführer UNITO/otto group, weltweit zweitgrößter Onlinehändler.

„Der Handelsverband ist mit seinen Innovations- und Technologiepartnern jederzeit bereit, seine Praxiserfahrung, gespeist durch den tagtäglichen Austausch mit seinen Mitgliedern, einzubringen“, so Rainer Will.

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