E-Day 2016: „Auch bei IT-Sicherheit gilt, den gesunden Hausverstand zu schärfen!“

Sicherheitsexperte Herbert Wagner weist in seiner Keynote auf die Wichtigkeit von Datenschutz, IT-Sicherheit und die Sensibilisierung der Mitarbeiter hin

Wien (OTS) - „Früher musste man aufs Betriebsgelände kommen, um an die Geschäftsgeheimnisse eines Unternehmens zu gelangen. Heute reichen dafür ein schlecht gesichertes Computernetzwerk, unsachgemäßer Betrieb bei der Datenverarbeitung oder ein unsicheres Smartphone aus. Ein Täter muss sein Haus gar nicht verlassen, um wichtige Daten eines Betriebes zu klauen und sie für seine Zwecke zu missbrauchen“, warnte Sicherheitsexperte Herbert Wagner in seiner Keynote beim E-Day 2016 in der Wirtschaftskammer Österreich. Der Kriminalbeamte und Sicherheitsfachmann ist Sicherheitsberater, Krisenmanager und Einsatzleiter bei den größten Veranstaltungen Österreichs wie dem Donauinselfest, dem Eurovision Song Contest oder dem Nova Rock Festival. In seinem Vortrag hob Wagner die besondere Wichtigkeit von Risiko- und Krisenmanagement im Betrieb hervor.

Professionelles Risikomanagement ist essentiell

Die Frage „Ist mein Unternehmen und sind meine Betriebsgeheimnisse sicher?“ sollte sich in Anbetracht der vielfältigen Gefahren jeder Unternehmer stellen. „Es ist eine Tatsache, dass eine Menge von Risiken auf Unternehmer lauert. Daher sollten Entscheidungsträger im Betrieb überlegen, welche konkreten Gefahren drohen und Schutzziele definieren. Es ist wichtig zu wissen, was im jeweiligen Notfall zu tun ist“, ist Wagner überzeugt und rät daher zu professionellem Risikomanagement. „Viele scheuen davor zurück, aber Risikomanagement ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Vorsorgemodelle, das man im Betrieb anstreben sollte. Risikomanagement ist für jedes Unternehmen – egal welcher Größenordnung – essentiell. Auch für KMU gibt es entsprechende Software, mit der professionelle Risikoanalysen erstellt werden können.“

Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden

„In einem Unternehmen ist es besonders wichtig, den Mitarbeitern die Gefahren klarzumachen, die im täglichen Umgang mit Daten existieren“, warnte Wagner. Auf einem liegengelassenen USB-Stick, der von einem Mitarbeiter verwendet wird, könnte Schadsoftware enthalten sein, die sich im Firmennetzwerk verbreitet und die EDV des Betriebes zerstört. Oder - noch schlimmer – auf dem Stick könnte ein Keylogger enthalten sein, der dafür sorgt, dass alles, was über die Tastatur eingegeben wird – seien es Passwörter, Kunden- oder Bankdaten – laufend und unbemerkt an einen unbekannten Täter gemailt werden.

„Firewalls allein machen die Daten noch nicht sicher. Ein Mitarbeiter muss sensibilisiert werden, damit er sich sicher im Internet bewegt. Dieses Thema nennt man heute ‚Awareness‘, ist aber besser mit dem Begriff „Gesunder Hausverstand“ umschrieben. Das beginnt bei der Auswahl sicherer Passwörter oder der Durchführung regelmäßiger Virenscans. Die Wichtigkeit des Themas muss den Mitarbeitern bewusst gemacht werden. Mit den einfachsten Mitteln ist das meiste zu holen. Auch beim Thema IT-Sicherheit gilt es, den gesunden Hausverstand zu schärfen“, betont der Experte. (PWK152/TB)

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