Nachfrage nach europäischen Patenten wächst weiter - Österreich mit Plus von 1,4%

Brüssel/München (ots) - Die Patenteinreichungen* beim Europäischen Patentamt (EPA) haben 2015 einen neuen Spitzenwert erreicht und sind um 1,6% auf 279 000 gestiegen (2014: 274 000). Wie aus den heute veröffentlichten Jahresergebnissen für 2015 weiter hervorgeht, haben die europäischen Patentanmeldungen** ? Anmeldungen, bei denen ein Unternehmen ein europäisches Patent beim EPA beantragt hat ? einen markanten Anstieg verzeichnet: Sie erreichten die Marke von 160 000 (2014: 152 700, +4,8%) (http://ots.de/7H1Mm). Die Zahl der europäischen Patentanmeldungen aus Österreich stieg um 1,4% auf 1 992 (2014: 1 964) (http://ots.de/Jf2pF). *** In Europa lag Österreich damit auf dem zehnten Platz und im weltweiten Vergleich wie im Vorjahr auf Platz 14. Im Verhältnis der Anmeldungen zur Einwohnerzahl steht Österreich mit 230 Anmeldungen pro Million Einwohner auf Rang sieben und lag deutlich über dem Durchschnitt der 28 EU-Länder (132). Angeführt wurde das Ranking von der Schweiz, gefolgt von den Niederlanden, Schweden, Finnland, Dänemark und Deutschland (http://ots.de/xJohd).

"Das starke Wachstum der europäischen Patentanmeldungen verdeutlicht einmal mehr die Rolle Europas als attraktiver Technologiemarkt und Innovationsstandort für Erfinder aus aller Welt", sagte EPA-Präsident Benoît Battistelli. "Es widerspiegelt auch das Interesse von Unternehmern und Erfindern an qualitativ hochwertigem Patentschutz für den europäischen Markt." Battistelli weiter: "Trotz des beeindruckenden Wachstums der außereuropäischen Anmeldungen haben die europäischen Unternehmen ihre positive Bilanz bei der Anmeldung ihrer Patente in den anderen Regionen bestätigt. Dies unterstreicht das innovative Potenzial der europäischen Wirtschaft." (http://ots.de/TQP85).

Insgesamt blieb das Anmeldeaufkommen aus den 38 EPO-Mitgliedsstaaten im Jahr 2015 nahezu stabil (+0,7%), wobei jedoch eine Reihe südeuropäischer Staaten wie Italien, Spanien und Portugal ihre Zahlen verbessern konnten. Auf internationaler Ebene verzeichneten Firmen aus den USA und China ein besonders starkes Wachstum (http://ots.de/UBovb) / (http://ots.de/Zg2iC).

Top-Anmelder aus Österreich: Borealis, Zumtobel und Tridonic

Wie im Jahr 2014 nahm Borealis beim Anmeldeaufkommen die Spitzenposition der Unternehmen aus Österreich ein. Zumtobel lag auf dem zweiten Platz, gefolgt von Tridonic, AMS und Grass (http://ots.de/E1wAW). Im internationalen Anmelderranking rückte 2015 Philips auf den ersten Platz vor, gefolgt von Samsung, LG, Huawei und Siemens. In den Top 10 rangierten vier Unternehmen aus Europa, drei aus den USA, zwei aus Korea und ein Unternehmen aus China (http://ots.de/eV777).

Größtes Anmeldevolumen österreichischer Unternehmen in Bereichen "Elektrische Maschinen, Geräte und Energie" und "Bauingenieurwesen"

Als anmeldestärkste Technologiefelder beim EPA zeigten sich 2015 die Bereiche "Medizintechnik", "Digitale Kommunikation", "Computertechnologie", "Elektrische Maschinen, Geräte und Energie" und "Transport" (http://ots.de/WzuSJ). Aus Österreich kamen die meisten Anmeldungen in den Bereichen "Elektrische Maschinen, Geräte und Energie" (12%), "Bauingenieurwesen" (7%), "Spezialmaschinen" (6%), "Transport" (6%) sowie "Medizintechnik" (5%) und "Makromolekulare Chemie, Polymere" (5%).

Österreich-Vergleich: Meiste Anmeldungen kommen aus Wien

In Österreich lag Wien an der Spitze der anmeldestärksten Länder gefolgt von Oberösterreich, der Steiermark und Vorarlberg. Die größten Zuwächse verzeichneten Tirol mit einem Plus von 25,9% und Vorarlberg (+22,6%).

* Hinweise für die Redaktionen:

* Das Gesamtaufkommen der Patentanmeldungen beim EPA ("Einreichungen") bezieht sich auf erste Anmeldeschritte und kann als Indikator für das potenzielle Interesse innovativer Unternehmen aus aller Welt verstanden werden, sich am europäischen Technologiemarkt zu engagieren.

** Bei einer europäischen Patentanmeldung hat ein Unternehmen beim EPA ein europäisches Patent beantragt. Mit den europäischen Patentanmeldungen lässt sich das Interesse innovativer Unternehmen messen, Rechte an einer Erfindung auf dem europäischen Technologiemarkt geltend zu machen.

Die europäischen Patentanmeldungen setzen sich zusammen aus den direkt beim EPA eingereichten europäischen Patentanmeldungen sowie jenen Patentanmeldungen im Rahmen des internationalen Vertrags über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens (PCT), die 2015 vor dem EPA als europäische Anmeldung anhängig geworden sind ("Euro-PCT-Anmeldungen").

Erteilungen beziehen sich auf die vom EPA im Berichtsjahr erteilten europäischen Patente. Diese beruhen auf Patentanmeldungen, welche ein detailliertes Prüfungsverfahren vor dem EPA durchlaufen haben, in dem sichergestellt wird, dass die Anmeldungen allen Anforderungen des Patentrechts entsprechen.

*** Beim Gesamtaufkommen der Patentanmeldungen ("Einreichungen") beim EPA (direkte europäische Anmeldungen plus internationale Anmeldungen im Rahmen des PCT) belief sich die Zahl der Anmeldungen aus Österreich auf 2 486 (-0,7% gegenüber 2014) / bzw. Platz 13 im Länderranking wie in 2014.

Detaillierte Statistiken und weiterführende Informationen über die Aktivitäten im Jahr 2015 finden Sie im Jahresbericht des EPA unter:
www.epo.org/annual-report2015

Über das EPA

Das Europäische Patentamt (EPA) ist mit rund 7 000 Mitarbeitern eine der größten europäischen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Der Hauptsitz ist in München; Niederlassungen gibt es in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien. Das EPA wurde gegründet, um die Zusammenarbeit europäischer Staaten im Patentwesen zu fördern. Über das zentrale Erteilungsverfahren beim EPA können Erfinder Patentschutz in bis zu 38 EPO-Mitgliedsstaaten erlangen. Das EPA ist überdies die weltweit bedeutendste Behörde für Patentrecherchen und Patentinformation.

Rückfragen & Kontakt:

Jana Mittermaier
Direktor Externe Kommunikation / Pressesprecherin Europäisches
Patentamt
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jmittermaier@epo.org

Rainer Osterwalder
Pressesprecher Direktor
Medienarbeit EPA
Tel: +49 89/23 99 - 1820
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