Junge Menschen werden immer unzufriedener mit ihrem Job

Arbeitsklima Index bestätigt Ergebnisse des Lehrlingsmonitors

Wien (OTS) - „Der Druck auf junge Menschen wird in der Arbeitswelt immer größer. Sie müssen in immer weniger Zeit immer mehr erledigen. Und gerade junge ArbeitnehmerInnen werden auch bei Lohn und Gehalt benachteiligt“, sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), anlässlich der Präsentation des Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich. Bestätigt sieht Ernszt dadurch auch die Ergebnisse des Lehrlingsmonitors, den ÖGB, ÖGJ und AK heuer erstmals präsentiert haben.++++

Dramatisch ist laut Arbeitsklima Index die Einschätzung der eigenen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten durch die jungen Beschäftigten: Waren 2008 damit noch mehr als zwei Drittel aller unter 26-Jährigen zufrieden, so ist es 2015 nicht einmal mehr die Hälfte.

„Bei der Arbeitszufriedenheit besteht dringender Handlungsbedarf. Das betrifft vor allem die Ausbildungsqualität, arbeits- und sozialrechtliche Fragen, die Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb und das Arbeitsklima“, sagt Ernszt. Zu den Berufen mit den schlechtesten Bewertungen im Lehrlingsmonitor gehören: Einzelhandel, MalerIn und BeschichtungstechnikerIn, Hotel- und GastgewerbeassistentIn, FriseurIn und PerückenmacherIn, Gastronomiefachmann/-frau, Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau und Karosseriebautechnik.

Ausbildung verbessern, Mitbestimmung erleichtern

Ernszt sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Arbeitsunzufriedenheit und fachfremden Tätigkeiten während der Lehrausbildung. „Je stärker Lehrlinge für Hilfstätigkeiten wie Wurstsemmerl holen missbraucht werden, desto unzufriedener sind sie. Und leider wird überhaupt nicht kontrolliert, wie gut oder schlecht die Jugendlichen ausgebildet werden. Das zu ändern, muss eine Lehre aus dem ersten Lehrlingsmonitor Österreichs sein.“ Außerdem fordert die ÖGJ die bessere Einbindung der jugendlichen ArbeitnehmerInnen in die innerbetriebliche Mitbestimmung: „Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass viele Lehrlinge nicht an Betriebsratswahlen teilnehmen dürfen, weil sie zu jung sind.“

www.lehrlingsmonitor.at

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