Fast 53.500 Stimmen für „Fakten helfen!“: Alle Parteien für Hearing

Wien (OTS) - Der Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen beschloss gestern einstimmig: Die Bürgerinitiative der aktion leben für eine anonyme Statistik und Motivenerforschung über Schwangerschaftsabbrüche wird am 30. Juni 2016 mit Expertinnen und Experten beraten. Die aktion leben begrüßt diesen Entschluss als wesentlichen Schritt zu einem sachgerechten und fairen Gespräch über Schwangerschaftsabbrüche. „Fakten helfen“ kann über www.fakten-helfen.at auf der Parlamentsseite weiter unterzeichnet werden.

„Das Engagement so vieler Bürgerinnen und Bürger für eine anonyme Statistik und Motivenerforschung über Schwangerschaftsabbrüche wird ernst genommen“, zeigt sich Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich erfreut.

Hearing: Starkes Zeichen lebendiger Demokratie!

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ hat die meisten Stimmen seit 2011 für ein Bürgeranliegen bekommen. „Dass es nun ein einstimmig beschlossenes Hearing im Petitionsausschuss gibt, ist ein starkes Zeichen lebendiger Demokratie.“

Gesellschaftlichen Konsens stärken

Der aktion leben ging es mit der Bürgerinitiative von Anfang an auch darum, den zwar wenig ausgesprochenen, aber doch spürbaren Konsens in der Gesellschaft zu stärken: Es soll möglichst wenig Schwangerschaftsabbrüche geben. „Dieses Ziel soll nicht durch eine Änderung im Strafrecht erreicht werden, sondern durch sozialpolitische Angebote und Maßnahmen, die auf den tatsächlichen Bedürfnissen von Frauen und Männern beruhen“, betont Martina Kronthaler einmal mehr.

Fakten helfen, passende Angebote zu entwickeln

Um bedarfsgerechte Prävention ungewollter Schwangerschaften und von Schwangerschafts-abbrüchen leisten zu können, braucht die Politik aber zuerst seriös erhobene Fakten wie Zahlen. „Erst wenn wir wissen, wo wir stehen und welche Frauen etwa in welchem Alter besonders betroffen sind, können auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmte Angebote entwickelt werden“, betont Kronthaler.

Anonyme Statistik zeugt von Interesse

Die Einführung einer anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und einer eigenen, in regelmäßigen Abständen durchgeführten wissenschaftlichen Erforschung, unter welchen Umständen ungeplante Schwangerschaften ausgetragen oder abgebrochen werden, lohnt sich immer: „Die Beschäftigung mit dem Thema zeigt, dass die Politik sich ehrlich für die Probleme interessiert, die Frauen und Männern entstehen, wenn sie Kinder bekommen“, ist die aktion leben-Generalsekretärin überzeugt. „Das Wissen darum ermöglicht Lösungen.“

Zustimmungen für „Fakten helfen!“ sind nach wie vor möglich:
www.fakten-helfen.at.

Rückfragen & Kontakt:

aktion leben österreich
Mag. Helene Göschka
Tel.: 01/512 52 21-21
helene.goeschka@aktionleben.at
www.aktionleben.at

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