EURO 2016: Workshop im BMI zur Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen

BMI, ÖFB und Sports Media Austria planen Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen anlässlich der Fußball-Europameisterschaft

Wien (OTS) - Die Fußball-Europameisterschaft, die von 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich stattfindet, stellt auch die österreichischen Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. „Unser oberstes Ziel ist es, die österreichische Mannschaft, die Fans, die Sponsoren und die Medien bestmöglich zu schützen. Daher haben wir gemeinsam mit dem ÖFB und Sports Media Austria einen 10-Punkte-Plan an Sicherheitsmaßnahmen erarbeitet“, sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner. Die Umsetzung dieser Sicherheitsmaßnahmen stand im Fokus des ersten Workshops zur EURO 2016, der am 29. Februar 2016 im Bundesministerium für Inneres stattfand. „In Zeiten wo auch Sportveranstaltungen und speziell Sportgroßveranstaltungen im Fokus von Bedrohungen stehen, ist es gut, mit Partnern an Sicherheitskonzepten zu arbeiten“, sagte Hans-Peter Trost, Vorstand von Sports Media Austria. „Wir freuen uns sehr, dass wir rechtzeitig und umfassend gemeinsam mit dem BMI und Sports Media Austria alle sicherheitsrelevanten Themen rund um die EURO diskutieren und Konzepte erarbeiten können“, sagte Leo Windtner, ÖFB-Präsident. „Der Startschuss dazu erfolgte ja schon letzten Dezember. Wir gehen dadurch bestmöglich vorbereitet in die Sportveranstaltung im Juni.“

Zentraler Tagesordnungspunkt beim Workshop war die Taskforce, die unter Federführung des BMI gemeinsam mit dem ÖFB und in Zusammenarbeit mit Sports Media Austria eingesetzt wird. Im Rahmen der Taskforce werden alle Vorbereitungen für die österreichischen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Geleitet wird die Taskforce seitens des BMI von Dr. Günther Marek (unter anderem Sicherheitsverantwortlicher bei der EURO 2008 und bei der Eishockey-WM 2005) und von General Matthias Klaus (Leiter der Gruppe Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz im BMI), seitens Sports Media Austria von Hans-Peter Trost und seitens des ÖFB von Mag. Bernhard Neuhold. Im 10-Punkte-Plan ist außerdem die Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes für die Gruppenphase vorgesehen. Dazu wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, bei der nationale Fußballinformationsstellen, polizeiliche Einheiten und Verantwortliche des österreichischen Fußball-Bundes vertreten sind. Auch Verbände anderer Staaten werden einbezogen, in erster Linie jene, die Österreich als Gruppengegner zugelost worden sind.

Darüber hinaus wird die nationale Fußballinformationsstelle im Innenministerium für die EURO 2016 personell verstärkt. Vorgesehen ist außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Think Tank der Europäischen Union, dem Standing Committee des Europarates und der UEFA. Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit der Teilnehmer und Transitstaaten in Bezug auf den polizeilichen Informationsaustausch und die Durchführung grenzsichernder Maßnahmen zu koordinieren. Das Innenministerium wird auch einen polizeilichen Verbindungsbeamten in das französische Innenministerium entsenden. Er soll dort im Stab und im Police Information and Coordination Center (PICC) eingesetzt sein. Darüber hinaus werden szenekundige Beamte österreichische Fangruppierungen begleiten. Eine Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen, die für den öffentlichen Reiseverkehr zuständig sind, ist ebenfalls vorgesehen. Als Präventionsmaßnahme werden Workshops für die österreichische Delegation angeboten, bei denen die Gefahrenabwehr im Fokus steht. Gemeinsam mit Sports Media Austria und dem ÖFB wird das Innenministerium die österreichischen Fangruppierungen laufend mit sicherheitsrelevanten Informationen versorgen. Auch die nationale Ebene steht im Fokus der Sicherheitsmaßnahmen. Besondere Sicherheitsvorkehrungen braucht es beispielsweise bei Public-Viewing-Veranstaltungen, bei denen mit einer hohen Teilnehmerzahl gerechnet werden muss.

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