Entgleisung von VP-Mandatar Franz – Wurm/Kucharowits: „Wie lange schaut Lopatka noch zu?“

Wien (OTS/SK) - Als „unfassbare Entgleisung“ kritisieren SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm und SPÖ-Abgeordnete Katharina Kucharowits die Aussagen von VP-Mandatar Markus Franz in einem Internet-Blog. Franz hatte in einem Blog die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer Kinderlosigkeit in Verbindung gebracht und „psychologisch“ so gedeutet, dass diese mit der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen ihre Kinderlosigkeit „kompensieren“ wolle. „Franz Aussage ist ein neuer Höhepunkt der Geschmacklosigkeit und zutiefst sexistisch. Frauen, die – aus welchen Gründen auch immer – keine Kinder haben, haben in den Augen des ÖVP-Abgeordneten offenbar einen Mangel und ein Defizit, das sie „wiedergutmachen“ müssen. Die Frage ist: Wie lange will VP-Klubchef Lopatka eigentlich noch zuschauen? Oder ist das neuerdings politische Linie und neuer Stil der ÖVP-Parlamentsfraktion?“, so Wurm und Kucharowits am Montag. ****

Markus Franz falle jedenfalls nicht das erste Mal mit frauenfeindlichen Äußerungen auf: Auf Twitter hatte er dem „Po-Grapschen“ das Wort geredet, hatte sexistische Äußerungen gegen Minderjährige auf Twitter verteidigt und sich auch gegenüber der Gebärdensprache abfällig geäußert. Vom ÖVP-Klubobmann Lopatka erwarten Wurm und Kucharowits jedenfalls eine Klarstellung. „Eine Entschuldigung ist das mindeste – sonst muss man annehmen, dass dies das neue Niveau des ÖVP-Klubs ist“, so Gisela Wurm. Und Katharina Kucharowits fordert den Ausschluss von Franz aus dem ÖVP-Klub: „Es reicht – wie lange schauen die ÖVP und Lopatka noch zu?“ (Schluss) up/ah/mp

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