VP-Tamandl: FP-Darmann soll die Brandstifter an den Pranger stellen, nicht die Feuerwehr!

Ditz-Befragung zeigt erneut Unfähigkeit des Hypo-Bankmanagements auf

Wien (OTS) - Mit Unverständnis reagiert die ÖVP-Fraktionsvorsitzende im Hypo-Untersuchungsausschuss, Abg.z.NR Gabriele Tamandl, auf die völlig verfehlten Attacken des FPÖ-Fraktionsvorsitzenden Darmann gegen die Bundesregierung in Sachen Hypo. "Es ist was es ist: ein Kärntner FPÖ-Skandal noch nie dagewesenen Ausmaßes. Unstrittig ist, dass es seitens der Landespolitik und der Bank das erklärte Ziel war, die in Kärnten gezündete Bombe bis zum Schluss nach Wien weiterzureichen - inklusive eines Milliarden-Rucksacks an Landeshaftungen. Kollege Darmann soll daher die Brandstifter an den Pranger stellen, nicht die Feuerwehr!"

Für Tamandl hat auch die heutige Befragung von Ex-Hypo-Aufsichtsratschef Johannes Ditz vor allem eines bestätigt:
"Das Agieren der Bank hat eine bestmögliche Lösung nicht gefördert, sondern diese vielmehr wesentlich behindert und erschwert!" Die Aussagen von Ditz belegen nicht nur den chaotischen internen Zustand der Bank, sondern auch die mehr als fragwürdige Sichtweise darüber, was mit der Bank zu geschehen habe. "Aufgabe des Restrukturierungsmanagements war es jedenfalls nicht, diesen Schuldenberg dem österreichischen Steuerzahler umzuhängen", so Tamandl. Die Befragung zeigt jedoch, dass dies die einzige Stoßrichtung seitens des Bankmanagements war.

"Erschwerend hinzu kommt, dass man an die Politik ständig Signale gesandt hat, die Bank werde sich erholen, man benötige nur mehr Zeit. Uns zeigt sich ein anderes Bild: Untätigkeit, ständig divergierendes Zahlenmaterial und Eigeninteressen innerhalb der Bankenführung haben das Chaos-System Hypo geprägt", so Tamandl. Diese zeigt sich auch verwundert darüber, dass Ditz mit seiner politischen Vergangenheit nicht weitsichtiger agiert habe. "Hier steht die Einzelfallbetrachtung eines Bankmanagers der notwendigen gesamtwirtschaftlichen Betrachtung seitens der Bundesregierung gegenüber. Das war die wichtigste Verantwortung des Bundes und diese hätte auch Ditz als ehemaliger Minister im Blickfeld haben müssen", so Tamandl abschließend.
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