FPÖ-Neubauer: Herr Minister Mitterlehner, beenden Sie endlich die unerträgliche Situation an der Innsbrucker Uni!

"Die Studierenden leiden durch parteipolitisch motivierte Missstände – der Rektor deckt alles zu!"

Wien (OTS) - "Der mittlerweile ganz offen über zahlreiche Medien ausgetragene Zwist an der Innsbrucker Universität zwischen Professoren und Rektor einerseits sowie Studierenden und Professoren andererseits hat mittlerweile ein Niveau erreicht, der dem Ruf der Universität massiven Schaden zufügt“, stellte heute der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer fest.

"Seit beinahe zwei Jahren liefern sich Rektor und Professoren sowie Studenten ein wildes Gefecht. Demnach sollen Lehrveranstaltungen nicht abgehalten werden, was dazu führt, dass Studierende ihr Studium nicht zeitgerecht beenden können. Grund für die Ausfälle soll die Überforderung eines Professors sein, der durch Aufträge aus den diversen Ministerien derart eingedeckt ist, dass die Vorlesungen dabei auf der Strecke bleiben. Die betroffenen Studenten haben sich mittlerweile auf einer facebook-Gruppe zusammengeschlossen, um dort auch ungeniert ihrem Zorn über die Zustände an der Universität freien Lauf zu lassen", so Neubauer. Die dabei geäußerten Vorwürfe seien teilweise nicht druckreif.

"Das Ministerium weiß von den Zuständen, eine schriftliche Anfrage bereits im Jahre 2015 sowie eine direkte Frage im Rahmen einer 'Aktuellen Stunde' der FPÖ im Parlament sollten Licht ins Dunkel bringen, allein Minister Mitterlehner zog sich auf die 'Unabhängigkeit der Universitäten' zurück. Die Souveränität der Universitäten allein kann aber nicht dazu führen, dass zahlreiche schriftliche Eingaben keinerlei schriftliche Reaktionen seitens des Ministeriums zeitigen", sagte Neubauer. Dies habe nun selbst die Volksanwaltschaft auf den Plan gerufen, die vom Minister wissen möchte, warum man diesem Treiben in Innsbruck eigentlich tatenlos zusehe.

„Nach Informationen, die mir vorliegen, soll das Verhalten des Rektors sowie das Stillhalten des Ministers jedenfalls parteipolitisch motiviert sein. Die mit Aufträgen überhäuften Uni-Professoren seien der ÖVP zumindest nahestehend und würden zu politischen Fragen die jeweilig benötigten Gutachten erstellen“, so Neubauer. Diese Gutachten wiederum stoßen oftmals auf Kopfschütteln bei anderen Kolleginnen und Kollegen, die wiederholt nun auch ganz öffentlich von „Gefälligkeitsgutachten“ bzw. „Ahnungslosigkeit“ sprechen, so Neubauer weiter.

„Herr Minister Mitterlehner, es ist an der Zeit, hier in Innsbruck endlich wieder für geordente Studienverhältnisse zu sorgen. Missstände müssen endlich abgestellt und Konsequenzen gezogen werden!“, forderte Neubauer.

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