Korosec: Reform der Invaliditätspensionen unumgänglich

Teilarbeitsfähigkeit einführen

Wien (OTS) - Zur aktuellen Diskussion der Pensionen hält Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes, fest:

„Eine Reform der Invaliditätspensionen ist unumgänglich, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Besonders große Probleme gibt es im Bereich der psychischen Erkrankungen, so haben bereits 26 % der unbefristeten Invaliditätspensionen bei Männern psychische Ursachen, bei Frauen sind es sogar 48 %. Bei befristeten Invaliditätspensionen (inkl. Bezieher von Rehabilitationsgeld) sind die Zahlen sogar noch höher. Diese liegen bei 57 % der Männer und 69 % der Frauen“.

„Die Einführung einer Teilarbeitsfähigkeit, wie sie auch bereits in anderen Staaten, wie z.B. in der Schweiz, praktiziert wird, ist für mich eine wichtige Maßnahme um Invaliditätspensionen zu reduzieren. Derzeit gibt es nur das „Alles oder nichts Prinzip“, entweder voll arbeitsfähig oder nicht arbeitsfähig. Je länger ein Betroffener aber keinen Kontakt zur Arbeit hat, desto schwieriger wird die Wiedereingliederung. Hervorzuheben ist auch, dass die Einbindung in den Arbeitsprozess für die Stärkung des Selbstwerts der Betroffenen große Bedeutung hat. Voraussetzung ist natürlich, dass entsprechende Arbeitsplätze dafür auch geschaffen bzw. adaptiert werden“, so Korosec abschließend.

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