APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Faymann, Mikl-Leitner und Griss aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 19.02. bis 25.02.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

Beim EU-Gipfel in Brüssel sah sich Österreich wegen der Einführung täglicher Obergrenzen heftiger Kritik ausgesetzt. Die von Österreich angekündigten jährlichen und täglichen Asyl-Obergrenzen verstoßen nach Auffassung der EU-Kommission gegen europäisches und internationales Recht. Bundeskanzler Faymann bekräftigte, an den Obergrenzen festhalten zu wollen. „Politisch sage ich, wir bleiben dabei“, so der Kanzler. Es sei undenkbar, dass Österreich die Asylwerber für ganz Europa aufnehme. Man habe im Vorjahr 100.000 Flüchtlinge aufgenommen – was gut einem Prozent der Bevölkerungszahl Österreichs entspreche. Niemand könne dem Land daher vorwerfen, in der Flüchtlingsfrage seine Verantwortung nicht wahrgenommen zu haben. Gleichzeitig betonte Faymann, auch weiterhin eine gesamteuropäische Lösung anzustreben.

Bundespräsident Heinz Fischer lud am Mittwochabend Kanzler Werner Faymann, Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sowie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) zu einem Gespräch in die Hofburg. Laut „Kurier“ sei das Staatsoberhaupt unzufrieden mit der Flüchtlingspolitik. Faymann sprach im Anschluss des Treffens von einer „ausgesprochen konstruktiven Diskussion“.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) auf Platz vierzehn im Ranking.

Mahrer übte Kritik an den Vorschlägen aus dem Bildungsministerium, wonach künftig an Volksschulen bis zur dritten Klasse standardmäßig nur verbale Beurteilungen vergeben werden sollen und ein Durchfallen nur in Ausnahmefällen möglich wäre. Der Entwurf entspräche nicht den Vereinbarungen zwischen ÖVP und SPÖ. Die Entscheidung über das Beurteilungssystem - verbal oder in Ziffernnoten - müsste am Schulstandort autonom getroffen werden, so der Staatssekretär.

In einem Gespräch mit dem „Wirtschaftsblatt“ sprach sich Mahrer zudem für die Einführung einer 1000-Euro-Banknote aus. „Wenn ich will, dass der Euro eine echte Weltwährung wird, muss ich Interesse daran haben, dass große Transaktionen in anderen Ländern in Euro durchgeführt werden. Zudem müssten die Bankenregularien reduziert werden. Grünen-Finanzsprecher Werner Kogler kritisierte Mahrers Vorschlag und sprach von einem "ganzjährigen monetären Fasching".

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