Banken-KV: Rückendeckung von BetriebsrätInnen vor dem Start der 2. Verhandlungsrunde

Einstimmiger Beschluss für betriebsrätliche und gewerkschaftliche Maßnahmen bis hin zum Streik

Wien (OTS) - Über 200 BetriebsrätInnen gaben am 25. Februar bei einer österreichweiten Konferenz dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Rückendeckung für die heute stattfindende 2. Verhandlungsrunde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 75.000 Beschäftigten des Financebereichs. ++++

Die GPA-djp fordert eine nachhaltige Erhöhung aller Gehaltsstufen, die Errichtung einer branchenweiten Arbeitsstiftung und die Wiederaufnahme der Verhandlungen über einen Kollektivvertrag für banknahe Dienstleistungen mit allen fünf Arbeitgeberverbänden.

Als alles andere als eine Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Beschäftigten bezeichnete GPA-djp-Verhandlungsleiter und Zentralbetriebsrat der Oberbank Wolfgang Pischinger das bisherige Verhalten der Arbeitgeber, die in der ersten Verhandlungsrunde nicht einmal ein konkretes Angebot legten. „Die aktuellen Kennzahlen der Branche zeigen, dass hoch produktiv und erfolgreich gearbeitet wird. Immer weniger Beschäftigte leisten immer mehr. Die Beschäftigten haben sich ihren Anteil am Erfolg verdient und erwarten sich ein anständiges Angebot einer realen, nachhaltigen und wirksamen Erhöhung aller Schemaansätze“, so Pischinger. Der zweite wichtige Punkt bei den diesjährigen Verhandlungen ist die Errichtung einer Branchenarbeitsstiftung, die aufgrund des massiven Personalabbaus in der Financebranche dringend erforderlich ist. Jene Beschäftigte, die aufgrund des Strukturwandels leider ihren Job in der Branche verlieren, sollen durch die Arbeitstiftung, durch die Möglichkeit einer Umqualifizierung wieder eine neue Perspektive erhalten. Wir fordern die Arbeitgeber daher auf, ihre soziale Verantwortung für die Beschäftigten wahrzunehmen.

Die BetriebsrätInnenkonferenz fasst den einstimmigen Beschluss, alle notwendigen betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Maßnahmen zu unterstützen. Sollte es bis zum 16. März 2016 zu keiner Einigung kommen, werden weitere Maßnahmen bis hin zum Streik vorbereitet.

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