Waldviertel medizinisch unterversorgt

LAbg. Dr. Von Gimborn und Dr. Machacek gegen die Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe in Waidhofen/Th.

St. Pölten (OTS) - Wie der Österreichische Strukturplan Gesundheit zeigt, ist das Waldviertel medizinisch schlecht versorgt. Von 98 medizinischen Leistungsgruppen ist das Waldviertel in 51 Leistungsgruppen stark unterversorgt.

Nun werden auch noch die Gynäkologie und die Geburtshilfe im LKH Waidhofen an der Thaya geschlossen. Als Gründe dafür werden Qualitätsstandards angegeben. Finanzielle Gründe werden von den zuständigen Politikern in Abrede gestellt.

Landtagsabgeordnete Dr. Von Gimborn und Dr. Machacek haben sich als Ärzte intensiv mit dieser Problematik beschäftigt. Dabei haben sie festgestellt: „Auf der Gynäkologie und der Geburtshilfe im LKH Waidhofen/ Thaya sind immer die höchsten Qualitätsstandards erreicht worden.“

Die beiden Ärzte sehen durch die Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe in Waidhofen/ Thaya diesen Standort auch in Hinblick auf die Ärzteausbildung gefährdet. „In den letzten Jahren hat die Zahl der Turnusärzte in Waidhofen/ Th. stets abgenommen. Nun wird eine komplette Turnusausbildung sogar unmöglich“, stellen Dr. Von Gimborn und Dr. Machacek fest.

„Diese unnötige Maßnahme wird dazu führen, dass es in Waidhofen/ Th. zukünftig auch weniger niedergelassene Ärzte gibt“, ist die Fachmeinung von Dr. Von Gimborn. „Wenn es im Krankenhaus keine Gynäkologie mehr gibt, wird es auch bald keinen Gynäkologen im Bezirk Waidhofen/ Th. geben“, ist Dr. Machacek überzeugt und schließt mit den Worten „Als geborener Waldviertler tut es mir weh, dass das Waldviertel medizinisch so ausgehungert wird!“

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