Windbüchler/Kogler: Abzug von Griechenlands Botschafterin alarmierend

Grüne in Sorge um österreichisch-griechische Beziehungen

Wien (OTS) - „Der Abzug der Botschafterin aus Wien ist ein äußerst alarmierendes Signal von Seiten der Griechischen Diplomatie. Die kühle Reaktion des Außenamtes ist jedenfalls vollkommen unangemessen. So wird Athen nicht zu einem rascheren Umdenken motiviert“, reagiert die Grüne außenpolitische Sprecherin Tanja Windbüchler besorgt. „Das Spiel von ÖVP-Außenminister Kurz, die Griechen wegen Premier Tsipras zu bashen, hat diplomatische Auswirkungen erreicht, die ernst zu nehmen sind“, betont die Grüne. „Wenn sich Wien in der EU nicht vollkommen von gemeinsamen Lösungsmöglichkeiten verabschieden will, sollte die Sündenbockpolitik gegenüber Griechenland umgehend eingestellt werden“, führt Werner Kogler, Vizeklubchef und Europasprecher der Grünen, weiter aus.

Griechenland hat seit Anfang 2016, 60 Prozent aller ankommenden Flüchtlinge im Land und die Hot Spots auf den griechischen Inseln funktionieren zu 80 Prozent. Kogler: „Sich in dieser Situation damit zu rühmen, die Grenze zum EU-Mitglied Griechenland durch Mazedonien schließen zu lassen, ist die bisher größte Perfidie eines österreichischen Außenministers gegenüber einem anderen Mitgliedsstaat. Dass der Bundeskanzler dem unwürdigen Spiel der ehemaligen Europapartei ÖVP tatenlos zusieht und das Land auf diese Weise in die Sackgasse des nationalstaatlichen Aktionismus manövriert, ist für den vorgeblichen Brückenbauer Faymann ein Armutszeugnis. Und das nachdem er Tsipras noch vor kurzem als guten Freund ausgegeben hat.“

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