Grenzkontrollen/Kosten: vida-Hebenstreit rät Frächtern zur Nutzung der Bahn

Keine Stehzeiten und Zusatzkosten an der Grenze im Schienengüterverkehr – Verlagerung von Straße auf Schiene ist nationales und europäisches Ziel

Wien (OTS) - „Statt der Straße vermehrt die Benutzung der Bahn ins Auge zu fassen“, rät Roman Hebenstreit, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, der Wirtschaftskammer. Der Sozialpartner befürchtet bezüglich der Wiedereinführung bzw. Ausweitung von Grenzkontrollen zwischen Ländern der Schengen-Zone im Zuge der Flüchtlingskrise weitere Kostensteigerungen durch lange Grenzwartezeiten im LKW-Frachtverkehr. „Mit den Güterbahnen und der Rollenden Landstraße gibt es weder Staus noch Grenzwartezeiten. Befürchtete Milliardenkosten zum Schaden der Frächter können so, noch dazu umweltfreundlich, umfahren werden“, stellt Hebenstreit fest.++++

Die Straßenfrächter würden damit zudem zur Erfüllung der im EU-Weißbuch Verkehr formulierten Ziele beitragen, wonach 30 Prozent des Lkw-Verkehrs über Distanzen von mehr als 300 km bis 2030 auf die Bahn verlagert werden sollten, sagt Hebenstreit weiter. Bis 2050 solle dieser Wert gemäß EU-Zielvorgabe bis auf 50 Prozent ansteigen. Zuletzt wurden etwa 32 Prozent der Güter auf der Schiene transportiert. Auch die österreichische Verkehrspolitik habe sich dem Ziel verschrieben, mit einer konsequenten Verlagerungspolitik bis zum Jahr 2025 40 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene abzuwickeln, erinnerte der vida-Gewerkschafter.

"Die Verlagerung von mehr Güterverkehr auf die Schiene bedeutet zudem die Schaffung von zusätzlichen hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Bahnsektor. Diese Maßnahme wäre somit auch ein deutliches Zeichen gegen Ausbeutung und ein unübersehbares Stoppsignal für die Feinde von Mindestlohn- und Sozialstandards für die Beschäftigten im grenzüberschreitenden LKW-Verkehr", so der vida-Gewerkschafter. „Anstatt zu jammern, sollte die Wirtschaftskammer jetzt die Hände aus den Hosentaschen nehmen und bestehende Angebote der Bahn zur Vermeidung von Stehzeiten und Zusatzkosten durch Grenzkontrollen im Straßenverkehr nicht kollektiv ausblenden“, bekräftigt Hebenstreit.

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