Renner: Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel für Wirte - man kann es auch übertreiben

Vorschriftenflut und Überbürokratisierung bringen Gästen rein gar nichts

St. Pölten (OTS) - „Man kann es auch übertreiben, eine derartige neue Vorschriftenflut bzw. Überbürokratisierung bringt den Konsumentinnen und Konsumenten rein gar nichts“, kommentiert Niederösterreichs Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner die jüngste Debatte zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie. „Für die Gäste steht vor allem die einwandfreie Qualität der angebotenen bzw. verarbeiteten Lebensmittel im Vordergrund, die auch durch die NÖ Lebensmittelkontrolle ständig geprüft wird. Selbstverständlich sollte die heimische Gastronomie vor allem Lebensmittel aus der Region und aus heimischer Erzeugung verarbeiten und sich dazu auch - und zwar freiwillig - bekennen. Eine umfassende Kennzeichnungspflicht ist aber praktisch nicht durchführbar, müsste doch über jeden Gerichtsbestandteil Buch geführt werden. Zudem würde der Verwaltungsaufwand ‚bei jedem Einkauf‘ wohl jede normale Geschäftstätigkeit sprengen“, so Renner weiter.

Die NÖ Konsumentenschutzreferentin, auch verantwortlich für die NÖ Lebensmittelkontrolle, spricht sich daher für eine freiwillige Angabe der Lieferanten, beispielsweise am Beginn der Speisekarte, aus. „Wenn die Gäste wissen, wo der Wirt oder die Wirtin einkaufen, so ist schon viel getan und das ist auch leicht administrierbar. Zudem möchte ich wieder einmal eine Lanze dafür brechen, in der Gastronomie mehr Lebensmittel aus deklariert biologischer Landwirtschaft zu verarbeiten. Vor allem kleinere bäuerliche Betriebe sorgen hier für ein entsprechendes regionales Angebot, rund 20% der landwirtschaftlichen Fläche werden bei uns biologisch bewirtschaftet. In Niederösterreich kann mit seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft auf dem nationalen wie auch auf den internationalen Märkten nur mit einer biologischen und ökologisch sauberen Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung punkten. Hier sollten wirklich alle, Konsumentinnen und Konsumenten, die lebensmittelerzeugende Betriebe und die Gastronomie an einem Strang ziehen", so LHStv. Renner abschließend.
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